Die Regierungsfraktionen von Grünen und SPD fordern den Senat heute mit einem Bürgerschaftsantrag auf, einen Gesetzesentwurf zu erarbeiten, der den Verzicht auf Tierversuche in der universitären Lehre festschreibt. Gleichzeitig soll die Entwicklung von tierversuchsfreien Lehrmethoden an den Hochschulen vorangetrieben werden.
Dazu Christiane Blömeke, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Tierversuche sind grausam. Rund drei Millionen Tiere leiden und sterben jedes Jahr in Deutschland im Tierversuch. Noch können wir in der wissenschaftlichen Forschung Tierversuche nicht komplett ersetzen. Aber wir können in der Lehre konsequent auf Tierversuche verzichten. Die Verankerung des Tierschutzes ist eine wichtige Leitplanke für die Zukunft der Hochschulen. Dahinter kann niemand zurück. So gehen wir stetig weiter in Richtung einer tierversuchsfreien Wissenschaft. Das ist nicht nur gut für die Tiere, das ist auch gut für den Wissenschaftsstandort Hamburg. Denn als Grüne sind wir überzeugt: Der tierversuchsfreien Wissenschaft gehört die Zukunft!“
Dazu Gert Kekstadt, Experte für Tierschutz der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Tierschutz fängt in den Köpfen der Menschen an. Daher ist es ein richtiger Schritt, dass Experimente an Tieren auch im Studium, soweit es irgendwie möglich ist, vermieden werden. Mit unserem Antrag wirken wir darauf hin, dass die rechtlichen Weichen gestellt werden, um die Zahl der Tierversuche in Forschung und Lehre weiter zu verringern. Bremen und Nordrhein-Westfalen sind hier schon mit gutem Beispiel voran gegangen. Inzwischen gibt es auch innovative Lehr-, Prüfungs- und Forschungsmethoden, die einen Verzicht auf Tierversuche erleichtern. Uns ist aber auch wichtig, vorab mit dem Universitätsklinikum und anderen Hochschuleinrichtungen zu sprechen, um praxistaugliche Regelungen für das Hochschulgesetz zu entwickeln.“


Neuste Artikel
Internationales
Gemeinsame Resolution – Hamburg setzt ein klares Zeichen gegen das iranische Regime und für die Menschen in Iran
Mit einer gemeinsamen Resolution setzen SPD, CDU und GRÜNE in der Hamburgischen Bürgerschaft ein starkes Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Iran. Die Initiative geht auf einen Vorstoß der CDU-Fraktion zurück und verurteilt das brutale Vorgehen des Mullah-Regimes sowie die systematische Unterdrückung durch die Revolutionsgarden (IRGC). Zugleich fordert die Bürgerschaft den Senat auf, sich…
Fraktionsvorstand
AfD-Verbotsverfahren prüfen – Imhof: „Es ist unsere demokratische Pflicht“
Die heutige Aktuelle Stunde steht im Zeichen des Kampfes für die Demokratie und gegen die Feinde der Verfassung. Die AfD hat sich in den vergangenen Jahren massiv radikalisiert und stellt eine wachsende Bedrohung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung dar. Vor diesem Hintergrund stehen alle demokratischen Kräfte in der Verantwortung, alle Instrumente der wehrhaften Demokratie ins Auge…
Rechtspolitik
Entlastung für Beschäftigte – Heilfürsorge für den Justizvollzug kommt
Beschäftigte im Justizvollzug leisten täglich unter hohen körperlichen und psychischen Belastungen einen unverzichtbaren Beitrag für die öffentliche Sicherheit und Resozialisierung von Gefangenen. Anders als Polizei und Feuerwehr hatten sie bislang keinen Zugang zur Heilfürsorge. Mit einem interfraktionellen Antrag wollen die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen und Linken das ändern und die Heilfürsorge auf den Justizvollzugsdienst…
Ähnliche Artikel
Tierschutz
Auf Bundesebene: Hamburg macht Druck für besseres Tierschutzgesetz
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich mit Nachdruck für ein modernes und wirksames Tierschutzgesetz auf Bundesebene ein. Ziel des rot-grünen Vorhabens ist es, Haus-, Nutz- und Wildtiere besser vor Leid und Ausbeutung zu schützen, Qualzuchten konsequent zu beenden und den illegalen Tierhandel wirksam einzudämmen. Die Reform des Tierschutzgesetzes war auf Bundesebene bereits weit…
Tierschutz
Hundesteuer tierschutzfreundlich anpassen – Rot-Grün will Vermittlung von Tierheimhunden stärken
Die Hamburger Tierheime übernehmen eine wichtige Aufgabe für den Tierschutz in unserer Stadt. Sie sind angewiesen auf Menschen, die Verantwortung übernehmen und Tiere aus der Vermittlung aufnehmen. Um dieses Engagement zu stärken und die Vermittlungen durch die Tierheime zu fördern, wollen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen das Hamburger Hundesteuergesetz tierschutzfreundlich anpassen. Dazu soll geprüft…
Tierschutz
Katzenschutzverordnung kommt – Otte: „Wir mindern das Leid der Katzen und entlasten die Engagierten“
Heute hat der Senat die Katzenschutzverordnung für das gesamte Hamburger Stadtgebiet beschlossen, die auf einem Bürgerschaftsantrag der Regierungsfraktionen beruht. Neben dem Einsatz für das Wohl der Katzen wird die Verordnung die Arbeit der vielen Menschen unterstützen, die im Hamburger Tierschutz aktiv sind. Dazu Lisa Maria Otte, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Katzen leiden leise….