Die Regierungsfraktionen fördern das umfassende Sanierungs- und Ausbauprojekt des Florabunkers mit bis zu 424.000 Euro. Ein gemeinsamer Antrag wird dazu heute in der Bürgerschaft behandelt. Mit den Mitteln aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 unterstützt Rot-Grün ein wichtiges soziokulturelles Projekt, das 2012 im Bezirk Altona unter Einbezug verschiedener Akteure im Stadtteil geplant wurde. Durch den Ausbau und die dazugehörigen Sanierungsmaßnahmen werden künftig vielseitige Raumangebote ermöglicht. So entstehen Aufenthalts- und Lagerräume für zusätzliche Spiel- und Förderangebote des Jesus Center e.V., eine witterungsunabhängige Kletterwand im Inneren des Bunkers sowie Lagerräume für Kilimanschanzo e.V. und Proberäume für Musikbands für Raumteiler e.V. Die Bereitstellung zusätzlicher Mittel war aufgrund von Kostensteigerungen in der Bauwirtschaft notwendig geworden.
Dazu René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Sternschanze ist ein Hamburger Viertel mit besonders ausgeprägten nachbarschaftlichen Kontakten und einem lebendigen Quartiersleben. All dies wird durch den Florabunker enorm gestärkt und soll in Zukunft mit zusätzlichen Angeboten weiter ausgebaut werden. Besondere freue ich mich, dass hier dringend benötigte Proberäume für Musikerinnen und Musiker geschaffen werden. Das bringt die Musikstadt weiter voran.“
Dazu Gabi Dobusch, Wahlkreisabgeordnete der SPD-Bürgerschaftsfraktion aus Altona: „Der Florabunker wird nach der Sanierung zu einem ganz besonderen Ort in der Schanze und den Stadtteil nachhaltig bereichern. Die Projektplanungen sehen vor, den Bunker stark für stadtteilbezogene Nutzungen zu öffnen – das wird sehr zur Belebung des Parks und der Förderung der Soziokultur vor Ort beitragen. Was mich besonders freut: Die neu entstehenden Räume sollen vielseitig genutzt werden – von Proberäumen für Musikbands über eine tolle Kletterwand bis hin zu Spielflächen und -angeboten für Kinder. Durch den Sanierungsfonds Hamburg 2020 haben wir hier als Bürgerschaftsfraktion eine ganz wunderbare Möglichkeit, einen Teil der Finanzierung zur Förderung des Ausbaus sicherzustellen.“
Hintergrund:
Im Jahr 2012 entwickelte das Bezirksamt Altona gemeinsam mit relevanten Akteuren im Stadtteil die Idee, den Bunker im Florapark zu sanieren und umzubauen. 2013 erfolgte der Ankauf des Bunkers von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) durch die Freie und Hansestadt Hamburg. Der Florabunker befindet sich im Treuhandvermögen der steg Hamburg mbH, Treugeber ist das Bezirksamt Altona. Das Nutzungskonzept für die Sanierung des Bunkers wurde in einem Prozess der aktiven Beteiligung mit den heutigen Nutzerinnen und Nutzern sowie dem Stadtteilbeirat erarbeitet und verfolgt das Ziel, Nutzungsmöglichkeiten für ortsansässige soziale, kulturelle und stadtteilbezogene Angebote zu schaffen. Nach der Schließung des Treuhandvertrags, dem Prozess der Klärung der Nutzungen und entsprechender Raumplanung konnten die Vorplanungen 2018 abgeschlossen werden. Nach erfolgter Baugenehmigung im Jahr 2019 wurden die benötigten Baudienstleistungen von der steg Hamburg mbH ausgeschrieben. Entsprechend der Submissionsergebnisse belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 1,3 Millionen Euro.


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