Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich dafür ein, den Recyclinganteil von Altglas zu erhöhen. Dazu soll die Zahl der Depotcontainerstandorte von aktuell 900 auf insgesamt 1.000 Standplätze im Stadtgebiet erhöht werden. Im Zuge dessen sollen auch schmalere Container und kleinere Sammelstellen eingerichtet werden. Eine verringerte Aufstellfläche könnte etwa durch die gemeinsame Sammlung von Grün- und Braunglas sowie kleinere Weißglascontainer erreicht werden. Außerdem sollen bereits aufgestellte, ältere Sammelcontainer mit einem Lärmschutz nachgerüstet werden. Über den rot-grünen Antrag wird am 27. April in der Hamburgischen Bürgerschaft abgestimmt.
Dazu Ulrike Sparr, Sprecherin für Umwelt und Kreislaufwirtschaft der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Glas ist ein Rohstoff, der sich fast unbegrenzt wiederverwenden lässt. Für das Recycling gibt es daher schon lange gute und etablierte Strukturen und einen funktionierenden Markt. Trotzdem besteht der Restmüll immer noch zu fast sechs Prozent aus Altglas, das nicht richtig entsorgt wurde und durch seine Verbrennung dann für das Recycling verloren geht. Damit sich daran etwas ändert, wollen wir jetzt die Zahl der Sammelstellen für Altglas erhöhen. So erhalten mehr Bürger*innen die Möglichkeit, leere Flaschen und Gläser ressourcenschonend zu entsorgen. Es wird nun Aufgabe der Bezirke sein, neue Standorte für Altglas auszuweisen, damit die Stadtreinigung Hamburg dem Auftrag der Bürgerschaft auch nachkommen kann. Zusätzliche Geräuschbelastungen können mittlerweile übrigens durch moderne und lärmgedämmte Einwurf-Öffnungen bei den Containern verhindert werden.“
Dazu Alexander Mohrenberg, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Mit unserer Glascontaineroffensive wollen wir Recycling erleichtern und Angebote schaffen. Viele Hamburger:innen lagern ihre Glasflaschen getrennt vom Hausmüll, finden in der unmittelbaren Umgebung aber keinen nahegelegenen Glascontainer. Deshalb wollen wir die Zahl der Standorte für Altglassammlung um 100 erhöhen. Dafür darf aber nicht weiter auf das „Drei Glasfarben“-Prinzip und Einheitsgrößen für Lagerplätze bestanden werden. In Einzelfällen können kleinere Glascontainer und eine Gemischtsammlung von Buntglas verhindern, dass Glasflaschen stattdessen im Hausmüll landen. Denn das ist nicht nur nachteilig für das Recycling, sondern auch schlecht für die Energiegewinnung: Aufgrund des hohen Schmelzwertes bei der Müllverbrennung schaden Glasteile sehr und führen zu Energieverlusten. Damit die neuen Glascontainer nicht zur Belästigung für Nachbarn werden, sollen sie mit schalldämmenden Einwurfschächten ausgestattet und die Bestandsstellplätze stückweise nachgerüstet werden.“


Neuste Artikel
Kultur
200.000 Euro für barrierefreien Ausbau – Rot-Grün fördert Weiterentwicklung des TONALi-Campus
Der TONALi Campus im Hamburger Grindelviertel ist ein wichtiger kultureller Begegnungsort, der vor allem junge Menschen aus der ganzen Stadt zusammenbringt und den sozialen Zusammenhalt fördert. Um die Weiterentwicklung des Campus zu stärken, unterstützen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen den notwendigen barrierefreien Ausbau mit bis zu 200.000 Euro aus dem Hamburger Sanierungsfonds. Über den…
Inklusion
Werkstätten für Menschen mit Behinderung – Rot-Grün für bessere Anerkennung der Arbeitsleistung und mehr Transparenz beim Einkommen
Menschen mit Behinderung leisten in Werkstätten jeden Tag wertvolle Arbeit. Gleichzeitig ist das Entgelt für viele Beschäftigte oft nur schwer nachvollziehbar. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich deshalb dafür ein, im Rahmen der geplanten Werkstattreform des Bundes auch das Entgeltsystem für Beschäftigte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung transparenter und verständlicher zu gestalten….
Kultur
Sanierungsfonds – Hamburg unterstützt Modernisierung des KL!CK Kindermuseums in Osdorf
Seit mehr als 20 Jahren leistet das KL!CK Kindermuseum in Osdorf einen Beitrag für die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen. Um diese wichtige Arbeit zu erhalten und auszubauen, wollen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen die Modernisierung der Ausstellungsflächen und die Neukonzeption der museumspädagogischen Vermittlungsangebote mit bis zu 83.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg…
Ähnliche Artikel
Kreislaufwirtschaft
Für mehr Kreislaufwirtschaft – Rot-Grün setzt auf Rückbaukonzepte bei öffentlichen Gebäuden
In Hamburg werden jährlich zwei Prozent aller Gebäude abgerissen. Dabei entstehen große Mengen an Bau- und Abbruchabfällen, unter denen sich auch wiederverwertbare Materialien befinden. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich daher in einem gemeinsamen Antrag dafür ein, dass bei öffentlichen Gebäuden stärker auf diese Materialien Rücksicht genommen wird und nachhaltige Rückbaukonzepte, in der…
Kreislaufwirtschaft
Plastikabfälle vermeiden: „Mehr Mehrweg“ in der Gastronomie fördern
Plastikabfälle aus privaten Haushalten sind im vergangenen Jahr in Hamburg um rund 2.000 Tonnen gegenüber 2019 gestiegen. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Abfälle sind Einwegverpackungen für Mitnehm-Gerichte. Diese Verpackungen werden aufwendig produziert, weit transportiert und nur kurz genutzt. Um Plastikabfälle gerade in diesem Bereich zu vermeiden, setzen sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen in…