Die heute vorgestellten Ergebnisse der Machbarkeitsuntersuchung zur U5 sind für die Grünen ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verkehrswende. Die Ergebnisse zeigen, dass der Bau der U5 verkehrlich sinnvoll, mittelfristig dringend erforderlich sowie baulich umsetzbar ist. Untersucht wurden dabei mögliche Trassen- und Haltestellenlagen. Der Bau der U5 wird milliardenschwere Investitionen mit sich bringen und ein Dekadenprojekt sein. In den kommenden Wochen wird das Projekt U5 durch einen umfangreichen Informations- und Beteiligungsprozess begleitet.
Dazu Martin Bill, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Mit dem Bau der U5 werden rund 150.000 Hamburgerinnen und Hamburger erstmals an die U-Bahn angebunden. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verkehrswende. Unser Ziel ist die Förderung des Umweltverbundes aus ÖPNV, Rad- und Fußverkehr. Die U5 wird die vielbefahrene Buslinie 5 mit 16 Millionen Fahrgästen pro Jahr und die Buslinie 6 mit sieben Millionen Fahrgästen pro Jahr ersetzen beziehungsweise ergänzen und eine Kapazitätssteigerung um das Fünf- bis Zehnfache ermöglichen. Dies wird verbunden sein mit mehr Komfort und kürzeren Fahrzeiten. Das steigert die Attraktivität des ÖPNV und motiviert zum Umstieg. An der Oberfläche gibt dies auch die Chance, den Straßenraum zugunsten des Rad- und Fußverkehrs neu zu verteilen.
Wichtig ist, dass die Hochbahn nun zeitnah mit der Bürgerbeteiligung zur U5 beginnt. Neben einer Projekthomepage wird es mehrere Veranstaltungen geben, auf der die Hamburgerinnen und Hamburger mitreden können und sollen. Das ist genau das, was wir als Bürgerschaft gefordert haben.
Klar ist aber auch, dass es sich beim Bau der U5 um ein langfristiges Dekadenprojekt zur notwendigen Netzerweiterung handelt. Begleitet werden muss dies auch mit kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen zur Komfort- und Kapazitätssteigerung. Deshalb haben wir großen Wert auf die Angebotsoffensive des HVV gelegt und nehmen gerne 19 Millionen Euro jährlich in die Hand, um den Einsatz von zusätzlichen Bussen und Bahnen sowie längeren Fahrzeugen zu finanzieren. Vorausschauende Politik für die Verkehrswende braucht beides: Kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zur Komfort- und Kapazitätssteigerung sowie langfristige Maßnahmen zur Netzerweiterung. Beides machen wir.“


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