Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen führen ein Radleasingmodell für Beamtinnen und Beamte ein. Zukünftig sollen Wege gefunden werden, auch den Angestellten des Öffentlichen Dienstes ein Dienstfahrrad zu ermöglichen. Ein entsprechender Antrag wurde für die kommende Bürgerschaftssitzung eingereicht.
Dazu Martin Bill, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Dieser Antrag ist gelebte Radkultur! Wir installieren mit dem Job-Rad das i-Tüpfelchen zur Förderung des Radverkehrs in Hamburg. Den Start können die 40.000 Hamburger Beamtinnen und Beamte machen, denen wir nun den Kauf von vergünstigten Diensträdern ermöglichen. Aber das ist erst der Anfang. Wir würden uns freuen, wenn die Tarifpartner den Weg frei machen, so dass auch die 30.000 Angestellten des Öffentlichen Dienstes in den Genuss eines Jobrades kommen können. Unser Ziel ist klar: Wir machen uns jetzt auf Bundesebene dafür stark, dass in den nächsten Tarifgesprächen ein Kompromiss mit den Tarifpartnern gefunden wird. Mit dem Jobrad wird die Stadt Hamburg als Arbeitsgeberin attraktiver und geht als gutes Beispiel für die Wirtschaft voran. Dem städtischen Beispiel folgend, kann das zu einem Push-Effekt beim Jobrad und zu einer nachhaltigeren Mobilität in unserer Stadt führen.“
Dazu Lars Pochnicht, Radfahrexperte der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger fahren Rad – der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen ist in Hamburg von 12 Prozent in 2008 auf 15 Prozent in 2017 gestiegen. Die letzten Pegelmessungen ergaben sogar eine Zunahme des Radverkehrs seit 2011 um 50 Prozent. Das ist eine außerordentlich erfreuliche Entwicklung. Denn Radfahren ist gesund, klimafreundlich und trägt zur Entlastung des begrenzten Straßenraumes bei. Neben den vielen anderen Maßnahmen, mit denen wir in Hamburg den Radverkehr in den letzten Jahren gefördert haben, soll nun eine weitere Säule hinzukommen. Mit unserem Bürgerschaftsantrag wollen wir Dienstfahrräder im Öffentlichen Dienst ermöglichen und so für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finanzielle Anreize für die Anschaffung und Nutzung eines Fahrrades schaffen. Über die steuerliche Förderung von Dienstfahrrädern sind im Vergleich zum herkömmlichen Kauf Einsparungen von bis zu 40 Prozent möglich. Hamburg unternimmt damit einen weiteren Schritt, um noch fahrradfreundlicher zu werden – davon profitieren alle Menschen in unserer Stadt.“


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