SPD und Grüne fördern mit Mitteln aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 den Umzug des Kinderbuchhauses innerhalb des Altonaer Museums. Der Umzug aus der zweiten Etage ins Erdgeschoss – in die ehemaligen Räume des Altonaer Museumsarchivs – wird die Sichtbarkeit des Kinderbuchhauses verbessern und ermöglicht künftig auch einen barrierefreien Zugang. Für den Umzug entstehen insgesamt Kosten in Höhe von 870.000 Euro. Davon werden 250.000 Euro seitens der Behörde für Kultur und Medien sowie 225.000 Euro von der Bodo-Röhr-Stiftung getragen. Aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 können die restlichen Mittel in Höhe von 395.000 Euro bereitgestellt werden.
Dazu René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Kürzlich feierte Hamburg die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Kinderbuchautorin Kirsten Boie und rückte damit die Leseförderung von Kindern ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Mit unserem Antrag knüpfen wir an diese wichtige Aufgabe an und unterstützen die sehr erfolgreiche Arbeit des Kinderbuchhauses, um ihm einen Sprung nach vorn zu ermöglichen. Auch diese wunderbare Einrichtung des Hamburger Kulturlebens wird dank des Umzugs und der anstehenden Baumaßnahmen künftig barrierefrei zugänglich sein. Das liegt uns als Grüne besonders am Herzen – denn jeder Mensch soll unabhängig von körperlichen Einschränkungen Zugang zu allen kulturellen Angeboten haben. Auch die größere Sichtbarkeit im Erdgeschoss des Altonaer Museums ist der Bedeutung einer solchen Einrichtung für Kinder angemessen. Wir sind stolz, einen Teil zum Erfolg des Kinderbuchhauses beitragen zu können.“
Dazu Anna Gallina, kinder- und familienpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Als regelmäßige Teilnehmerin des Vorlesetags weiß ich um die Freude, die Kinder an Büchern haben können – beim vorgelesen bekommen und dann beim Entdecken ihrer eigenen Lesefähigkeiten: Lesen eröffnet ganz neue Welten. Umso schöner ist es, dass hier jetzt die Möglichkeit für einen inklusiveren Zugang geschaffen wird. Weder Menschen mit Kinderwägen noch mit Rollstühlen konnten den alten Standort bisher ohne größeren Aufwand erreichen – dass dieses Hindernis jetzt wegfällt, ist ein großer Gewinn für Hamburgs Kleinste.“
Dazu Isabella Vértes-Schütter, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Mit seinen vielseitigen Angeboten führt das Kinderbuchhaus frühestmöglich und altersangemessen an die Welt der Bücher heran. Kinder erhalten hier spielerisch und über Bilder vermittelt Zugang zum Lesen. Das ist für uns als SPD eine Herzenssache, denn Lesen macht großen Spaß und ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Ein besonderer Dank gilt der Bodo-Röhr-Stiftung, die den Umzug des Kinderbuchhauses mit ermöglicht.“
Dazu Gabriele Dobusch, Wahlkreisabgeordnete der SPD-Bürgerschaftsfraktion aus Altona: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Mitteln des Sanierungsfonds den Umzug des Kinderbuchhauses nun stemmen können. Damit wird das herausragende Angebot für Kinder und Jugendliche im Stadtteil deutlich besser wahrnehmbar und vor allem endlich auch barrierefrei. Das Kinderbuchhaus ist aus Hamburg als Hauptstadt des Bilderbuchs nicht wegzudenken.“
Hintergrund
„Das Lesenlernen beginnt mit dem Lesen der Bilder“ – das ist das Leitmotiv des Kinderbuchhauses im Altonaer Museum. Es stellt das Kinderbuch und die Illustrationskunst in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Bilder sind ein vielschichtiges Kommunikationsmittel und Bilderbücher vermitteln den Zugang zu wichtigen Kulturtechniken. Im Bilderbuch begegnen Kinder erstmals den ästhetischen Ausdrucksformen von Literatur und Kunst. Neben Ausstellungen wie beispielsweise „einfach ligneal – Ole Könneckes Bildergeschichten“ finden im Kinderbuchhaus zahlreiche und vielseitige Veranstaltungen für Kinder im Kontext von Lese- und Buchkultur sowie Literacy statt. Kinder sollen altersangemessen an Literatur herangeführt werden und erhalten spielerisch Zugang zu Büchern. Lesungen, Buchpräsentationen, kreatives Schreiben, szenisches Spiel, chorisches Sprechen und Illustrations-, Schreib- und Buchbindewerkstätten mit Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen eine vielseitige Auseinandersetzung mit Bücher- und Bilderwelten. Kita-Gruppen, Schulklassen, Familien profitieren von diesen Angeboten. So besuchten 2018 rund 1.880 Schulkinder Werkstätten oder nutzten andere Angebote des Kinderbuchhauses. Darüber hinaus unterhält das Kinderbuchhaus feste Schulpatenschaften.


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