Gestern vor zehn Jahren offenbarte sich mit der Selbstenttarnung des NSU-Kerntrios auf erschreckende Weise die verheerende und bis dahin verkannte Dimension des Rechtsterrorismus in Deutschland. Die GRÜNE Bürgerschaftsfraktion ist sich bewusst, dass die Stadt Hamburg besondere Verantwortung trägt, um rechte Netzwerke aufzudecken.
Dazu Sina Aylin Demirhan, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus: „Tief verwurzelte rassistische Denkmuster der Gesellschaft haben dazu geführt, dass die Ermittlungen das rechtsextreme Motiv der Gruppe lange nicht erkannt haben. Dadurch konnte der NSU über Jahre hinweg ungestört und unerkannt rechtsterroristische Morde verüben. Mit Süleyman Taşköprü wurde auch ein Hamburger vom NSU ermordet. Die Stadt Hamburg trägt damit eine besondere Verantwortung, insbesondere gegenüber den Angehörigen der Opfer und Betroffenen. Damit sich so grausame Taten nicht wiederholen, müssen wir uns die Fehler der Vergangenheit genau anschauen und alle Fragen lückenlos beantworten können. Neue Erkenntnisse sind stets zu prüfen und der Rahmen der notwendigen Aufarbeitung ist zu klären. Entsetzliche Taten wie die rassistischen Morde an Nguyễn Ngọc Châu, Đỗ Anh Lân, Ramazan Avcı, Mehmet Kaymakcı und Süleyman Taşköprü aber auch die Drohschreiben des NSU 2.0 zeigen eine Kontinuität rechten Terrors auch in Hamburg. Hinter diesen Taten stehen keine Einzelpersonen, sondern Netzwerke, Unterstützer*innen und Mitwisser*innen. Wir müssen hinsehen, jeder Spur nachgehen und dürfen keine Frage unbeantwortet lassen, nur so können wir den Rechtsterrorismus erfolgreich bekämpfen.“


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