Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen haben Ende November 2023 mit einem gemeinsamen Antrag die Weichen für die Einführung des 3. Förderwegs gestellt. Ziel der parlamentarischen Initiative war und ist es, den Bau von Sozialwohnungen in der Hansestadt noch einmal deutlich voranzubringen. Am heutigen Freitag hat der Hamburger Senat nun wichtige Rahmendaten dieser neuen Wohnraumförderung vorgestellt. Die Grüne Fraktion sieht in dem Schließen der Förderlücke im mittleren Einkommensbereich einen wichtigen und gerechten Schritt, der vor allem Familien zugutekommen wird.
Dazu Olaf Duge, wohnungspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion Hamburg: „Angesichts der aktuellen Zins- und Baukosten ist der 3. Förderweg ein wichtiger und zugleich drängender Schritt. Die Mieten gehen im frei finanziertem Wohnungsbau mit 15 bis 25 Euro durch die Decke, viele Familien und Haushalte mit mittlerem Einkommen bleiben da auf der Strecke. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, diese Lücke jetzt zu schließen. Wie in unserem Antrag vorgesehen, werden seit dem 1. April geförderte Wohnungen zu einem Quadratmeterpreis von 12,10 Euro angeboten. So zahlt eine dreiköpfige Familie knapp 900 Euro kalt für 75 Quadratmeter. Bei vier Köpfen sind es etwas mehr als 1.000 Euro für 90 Quadratmeter. Damit geben wir diesen Menschen eine elementare Sicherheit und locken so auch genau die Fachkräfte in unserer Hansestadt, die wir so dringend brauchen. Wie auch schon beim 1. und 2. Förderweg gibt es zudem auch attraktive Konditionen für Investor*innen. Wer hier einsteigt und baut, geht ganz und gar nicht pleite, sondern bekommt über die gesamte Förderdauer von 30 Jahren Kredite zu einem Zinssatz von einem Prozent und perspektivisch Rendite von vier bis fünf Prozent. Investitionen in Sozialwohnungen sind in Hamburg also langfristig gut angelegt und finanzierbar. Mit guten energetischen Standards und modernen Heizsystemen bleiben nicht nur die Nebenkosten für alle bezahlbar, es tut auch dem Klima gut. So setzen wir in Hamburg erneut ein bundesweit sichtbares Signal für den schwächelnden Wohnungsbau.“


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