Die Abitur-Abschlussprüfungen werden in Hamburg nach einem Jahr im Corona-Ausnahmezustand angepasst. Das hat der rot-grüne Senat heute bekannt gegeben. Unter dem Dach des Beschlusses der Kultusministerkonferenz wurden dazu Maßnahmen entwickelt wie beispielsweise die Eingrenzung der Prüfungsthemen, mehr Zeit für die Bearbeitung von Prüfungsaufgaben, die Verschiebung der Klausurtermine um eine Woche sowie unterstützende Materialien wie der Operatorenliste für die Bearbeitung der Prüfungen. In den anderen Abschlussprüfungen wie dem Mittleren Schulabschluss wurden entsprechende Lockerungen bereits vor einigen Wochen bekanntgegeben.
Dazu Ivy May Müller, schulpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion:
„Wir Grünen setzen uns schon seit langem für eine Anpassung der Abschlussprüfungen 2021 ein. Das letzte Schuljahr war alles andere als ein reguläres Schuljahr. Zugleich sind Abschlussprüfungen kein unveränderbarer Selbstzweck. Deswegen ist die Anpassung der Prüfungen politisches Gebot und eine dringende Rücksichtnahme auf die Lebensrealität der Schüler*innen. Die heute bekanntgegebenen Anpassungen der Abitur-Prüfungen sind daher folgerichtig. Unter den engen Vorgaben der Kultusministerkonferenz haben wir mit den Hamburger Regelungen für die Prüfungen die maximalen Gestaltungsräume ausgenutzt.
Ich bin froh, dass nun alle Schüler*innen aller Schulformen angepasste Abschlussprüfungen absolvieren können. Die Schüler*innen haben ein enorm hartes Jahr hinter sich, in dem ihre gewohnten Lernstrukturen und Lernumgebungen auf den Kopf gestellt wurden und keinesfalls alle nötigen Inhalte vermittelt werden konnten. Zugleich wirken sich auch die allgemeinen Corona-Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen und fehlende Sport- und Kulturangebote sowie zum Teil angespannte Situationen Zuhause und finanzielle Sorgen stark auf die Unbeschwertheit vieler Schüler*innen aus. Die Anpassungen der verschiedenen Prüfungen stellen dabei etwas Entlastung dar. Ich halte es zudem für nötig, dass auch weiterhin Angebote, wie zum Beispiel extra Lernräume in den Schulen für Abschluss-Schüler*innen, die Zuhause nicht die entsprechenden ruhigen Lernmöglichkeiten haben, zur Verfügung gestellt werden.”


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