Im Rahmen der Haushaltsberatungen hat die Hamburgische Bürgerschaft auch über den Etat für Kultur und Medien (Teil des Einzelplans 3) debattiert. Zahlreiche Institutionen und Akteure aus den Bereichen Kultur und Medien erhalten mehr finanzielle Mittel. Ein zentraler Punkt ist die Unabhängigkeit von Kunst- und Kulturschaffenden. Zudem festigt der neue Rot-Grüne Haushalt Hamburgs Rang als Standort für Medientechnologien und Computerspiele, insbesondere in den Bereichen Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und 360°-Grad Technologien. Darüber hinaus fördert Rot-Grün zum ersten Mal explizit die Musikwirtschaft.
Dazu René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Hamburgs Kulturszene trägt erheblich zur Lebensqualität in unserer Stadt bei, und das soll so bleiben! Mit zehn Prozent mehr Ausgaben für Kultur – und einem der höchsten Anteile am Gesamthaushalt in den letzten 30 Jahren – senden wir ein starkes Signal an alle Kunst- und Kulturschaffenden, und das bereits zum zweiten Mal in Folge. Insbesondere unabhängigen, nicht-städtischen Akteurinnen und Akteuren stärken wir mit unseren Anträgen den Rücken. Wir verbessern die Situation aller freien Künstlerinnen und Künstler der darstellenden und bildenden Künste und zeichnen die ‚Musikstadt Hamburg‘ mit mehr Mitteln für die Hamburger Symphoniker, das Ensemble Resonanz und die Camerata auch im Haushalt nach. Klar dürfte jetzt auch sein, dass die Elbphilharmonie unserer Stadt den Impuls für eine noch stärkere Identifikation über die Kultur gibt und ihre Attraktivität auch auf alle anderen Einrichtungen abstrahlt.“
Dazu Farid Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer und Sprecher für Medien und Netzpolitik: „Hamburg ist weiterhin ein sehr wichtiger Medienstandort: Über 100.000 Menschen arbeiten in über 23.000 Unternehmen im Medienbereich. Damit das weiterhin so bleibt, fördern wir im kommenden Haushalt Innovation und machen Hamburg fit für die Zukunft. Mit der Förderung von nextmedia.Hamburg und nextreality.Hamburg setzen wir auf Vernetzung und Betreuung von Start-ups in den wichtigen Bereichen Medienwirtschaft sowie VR, AR und 360°-Technologie. Gleichzeitig fördert Rot-Grün mit der Gamesbranche und der Musikwirtschaft zwei fast schon traditionelle Wirtschaftsfaktoren unserer Stadt. Die Vereine Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft e.V. (IHM) und RockCity e.V., die sich für Hamburgs Musikschaffende einsetzen, erhalten insgesamt 100.000 Euro pro Jahr.“


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