Antisemitismus

Gedenken zum 7. Oktober – Gwosdz: „Wir müssen Antisemitismus in jeglicher Form bekämpfen“

Der Terroranschlag der Hamas auf den Staat Israel jährt sich bereits zum dritten Mal. Am 7. Oktober 2023 wurden mehr als 1200 Menschen getötet, viele weitere als Geiseln verschleppt. Es war das größte Massaker an Jüdinnen und Juden seit der Shoa. Das Gedenken ist zugleich eine Mahnung, im Kampf gegen Antisemitismus nicht nachzulassen und für die Sicherheit jüdischen Lebens einzustehen.

Dazu Michael Gwosdz, Vorsitzender der Grünen Fraktion Hamburg: „Vor drei Jahren erlebte Israel den schlimmsten Angriff auf eigenem Boden seit seinem Bestehen. Mehr als 1200 Menschen wurden von der Hamas getötet, viele weitere wurden verschleppt und sind bis heute traumatisiert. Wir gedenken der Opfer und fühlen uns verbunden mit den Angehörigen, denen unermessliches Leid angetan wurde. Der Terroranschlag der Hamas war ein Massaker und zugleich Ausgangspunkt einer beängstigenden Entwicklung: Der Hass gegen jüdisches Leben breitet sich auf der ganzen Welt immer stärker aus. Wir müssen Antisemitismus in jeglicher Form bekämpfen und dafür einstehen, dass Jüdinnen und Juden in unserem Land und unserer Stadt jederzeit sicher leben können. Das Existenzrecht Israels und das Selbstbestimmungsrecht der Jüdinnen und Juden sind unverhandelbar.
Im Zuge des 7. Oktobers und des anschließenden Kriegs in Gaza haben sich die Fronten zwischen den Menschen massiv verhärtet, auch in unserer Gesellschaft. Es ist wichtig, dass wir Unrecht klar und präzise benennen. Der Krieg in Gaza hat großes Leid über die Menschen gebracht. Extremistische Kräfte in der israelischen Regierung befördern eine aggressive Siedlungspolitik, die die gesamte Region destabilisiert. Der berechtigte Protest daran wird zugleich immer wieder von Radikalen instrumentalisiert. Dass eine Gruppe, die den Hamas-Terror relativiert und vom Hamburger Verfassungsschutz als extremistischer Verdachtsfall beobachtet wird, ausgerechnet am Gedenktag eine Demonstration abhält, ist schwer erträglich. Den kritischen Worten der Hamburger Antisemitismusbeauftragten schließen wir uns diesbezüglich vollumfänglich an.“

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