Rot-Grün hat heute einen Antrag in die Bürgerschaft eingebracht, mit dem die Regierungskoalition auch in den Jahren 2019/2020 Hamburger Clubs bedarfsgerecht stärkt. Neben Mitteln für Sanierungen und Lärmschutz sind 250.000 Euro jährlich für den bundesweit einzigartigen „Live Concert Account“ vorgesehen, der Live-Auftritte in den Hamburger Clubs fördert. Die Hamburger Clubszene ist ein bedeutender Teil des gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Sie bietet künstlerischem Nachwuchs eine Bühne, ermöglicht Karrieren, und ist mit vier Millionen Gästen im Jahr ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.
Dazu René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Bei Live-Musik-Clubs ist Hamburg die Nummer Eins in Deutschland – und das wird auch so bleiben! Mit der dauerhaft erhöhten Förderung können Spielstätten leichter auch weiterhin unbekannte Bands auftreten lassen ohne ihre eigene Existenz zu gefährden. Musikalischer Nachwuchs gehört auf die Bühne! Lärmschutz ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, auch für die Akzeptanz in der Nachbarschaft. Deswegen prüfen wir, welche Maßnahmen für Lärmschutz erforderlich sind und stellen die Mittel dafür zur Verfügung. Die Clubs als Taktgeber der Musikszene liegen uns am Herzen.“
Dazu Hansjörg Schmidt, Experte für Kreativwirtschaft der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Die Hamburger Live-Musik-Clubs sind immer wieder dem Veränderungsdruck der Stadtentwicklung ausgesetzt. Wenn Anwohner ihre Ruhe haben wollen, kann schon mal eine Institution dicht gemacht werden. Wir wollen diese Gegnerschaft von Wohnungsbau und Kulturbetrieben mit dem Aufbau eines Club-Katasters auflösen. Ein Blick auf das Kataster soll in Zukunft die Frage beantworten: Würde ein Neubau an dieser Stelle eine Location gefährden? So werden sich Wohnen und Party in Hamburg hoffentlich nicht mehr in die Quere kommen.“


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