Die rot-grünen Regierungsfraktionen haben in der heutigen Bürgerschaftssitzung einen Antrag zur Stärkung der Jugendverbandsarbeit eingereicht. Insgesamt sollen damit die Mittel für diese wichtige Aufgabe um 200.000 Euro pro Jahr aufgestockt werden.
Dazu Anna Gallina, kinder-und jugendpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Jugendverbandsarbeit ist ein Ort der Selbstorganisation von Kindern und Jugendlichen und damit wichtiger Teil der Kinder- und Jugendhilfe. Tausende Kinder und Jugendliche in Hamburg sind in einem der über 60 Jugendverbände Mitglied und engagieren sich ehrenamtlich. Die Jugendverbandsarbeit leistet einen wichtigen Beitrag, damit Kinder und Jugendliche zu selbstbewussten und kritischen Persönlichkeiten heranwachsen. Die Verbände unterstützen sie dabei, ihre Interessen zu erkennen und zu artikulieren. Darüber hinaus hat die frühe Partizipation und Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen große zivilgesellschaftliche Bedeutung und ihr Engagement setzt sich oft über das Jugendalter hinaus fort. Da die Jugendverbände immer mehr Aufgaben wahrnehmen und einen immer größeren Zulauf verzeichnen, stellen wir 200.000 Euro zusätzlich für die Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe bereit. Damit wertschätzen wir auch in finanzieller Hinsicht diese wichtige Aufgabe.“
Dazu Uwe Lohmann, familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Die frühe Übernahme von Aufgaben und die Gestaltung ihres Lebensumfeldes durch Kinder und Jugendliche hat größte zivilgesellschaftliche Bedeutung. Zumal es freiwillig geschieht und in einem von ihnen selbst gewählten thematischen Zusammenhang. Auch die Bereitschaft, zugleich für andere Verantwortung zu übernehmen, ist stärker ausgeprägt als in vergleichbaren Altersgruppen – und bleibt es oft über das Jugendalter hinaus.“


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