Vattenfall hat heute den Zuschlag zur vorzeitigen Abschaltung des Kohlekraftwerks Moorburg von der Bundesnetzagentur erhalten. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion sieht in der geplanten Stilllegung des größten Kraftwerks Norddeutschlands ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Kohlestrom in Deutschland keine Zukunft mehr hat.
Dazu Johannes Müller, energiepolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Heute darf und muss gefeiert werden. Denn die geplante Abschaltung des Kohlekraftwerks Moorburg leitet ein neues Zeitalter einer sauberen Energieversorgung in der Metropolregion Hamburg ein. Diese Nachricht zeigt, dass selbst ein Kohlekraftwerk, das erst 2015 in Betrieb genommen wurde, gegenüber Erneuerbaren Energien nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Neben dem enormen Potential zur CO2–Einsparung und der verbesserten Luftqualität in Hamburg bietet der Standort künftig große Chancen, innovative Anlagen zur Sektorkopplung mit Wasserstoff und Wärme in das Norddeutsche Energiesystem zu integrieren.“
Dazu Rosa Domm, klimapolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Heute ist ein historischer Tag für die Klimabewegung in Hamburg: Seit 2008 wurde gegen Moorburg protestiert, heute ist der erste grundlegende Schritt zur Abschaltung vollzogen worden. Stück für Stück erleben wir damit das Ende des fossilen Zeitalters. Ein Erfolg, den wir nun alle gemeinsam feiern können. Gleichzeitig gibt es noch viele alte Steinkohlekraftwerke in Deutschland – auch diese müssen jetzt möglichst schnell Geschichte werden. Dafür setzen wir uns weiterhin mit aller Leidenschaft ein.“


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