In Hamburg werden künftig rund 18 Prozent mehr Frauen Anspruch auf eine Mammografie haben – das geht aus der Senatsantwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage (SKA) der Grünen Abgeordneten Gudrun Schittek hervor. Während die Stadt Hamburg sich mit zusätzlichem Personal und einem weiteren Röntgengerät auf die steigende Nachfrage vorbereitet, soll die Finanzierung des Screenings im Rahmen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes des Bundes ab 2027 durch ein Budget gedeckelt werden. Dadurch besteht die Gefahr, dass notwendige Untersuchungen nicht mehr in ausreichendem Umfang und rechtzeitig angeboten werden können.
Dazu Gudrun Schittek, Sprecherin für Frauengesundheit der Grünen Fraktion Hamburg: „Jede achte Frau erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs. Damit ist es die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Je früher er erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen. Deshalb ist es richtig, dass künftig mehr Frauen am Mammografie-Screening teilnehmen können – und völlig falsch, dass der Bund bei dieser wichtigen Früherkennung einsparen will. Unsere Anfrage zeigt, dass in Hamburg künftig rund 18 Prozent mehr Frauen anspruchsberechtigt sein werden. Dafür braucht es mehr Untersuchungen und zusätzliches Personal. Hamburg hat sich darauf bereits vorbereitet und unter anderem ein weiteres Röntgengerät angeschafft. Wenn gleichzeitig die Finanzierung durch den Bund gedeckelt wird, besteht die Gefahr, dass Untersuchungen nicht mehr in dem notwendigen Umfang und rechtzeitig angeboten werden können. Das widerspricht dem Ziel der Früherkennung: möglichst viele Frauen zu erreichen und Brustkrebs früh zu erkennen. Früherkennung rettet Leben – sie darf nicht an Einsparungen scheitern.“


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