Heute hat der Senat mit der vierten Stufe des Lärmaktionsplans die Phase der öffentlichen Beteiligung gestartet. Die Grüne Fraktion ruft zu diesem Anlass zur breiten Mitwirkung auf: Die Rückmeldungen und Impulse von Hamburger*innen und Verbänden sind von hoher Bedeutung, um langfristige sinnvolle Maßnahmen vor Ort auf den Weg zu bringen. Aus grüner Perspektive spielt vor allem die Reduzierung des Straßenlärms eine große Rolle, etwa durch mehr Tempo 30. Vom 2. bis 29. September können interessierte Bürger*innen und Verbände die Gelegenheit nutzen und auf https://beteiligung.hamburg/laermaktionsplan zum fortgeschriebenen Lärmaktionsplan Stellung nehmen.
Dazu Ulrike Sparr, Sprecherin für Umwelt und Natur der Grünen Fraktion Hamburg: „Dauerhafter Lärm ist nicht nur lästig, er sorgt vor allem für massiven Stress und gesundheitliche Probleme. Das ist auch in Hamburg ein Problem: Laut aktueller Lärmkartierung sind 460.000 Menschen in unserer Stadt von einem gesundheitsschädlichen Umgebungslärmpegel von 60 dB(A) betroffen. Haupttreiber ist dabei der Straßenlärm, schließlich verfügen nicht alle betroffenen Gebäude über einen passiven Lärmschutz. In einer Umfrage der BUKEA gaben 84 Prozent der Befragten an, dass sie ihr Wohnumfeld immer noch als zu laut wahrnehmen. Es ist daher gut, dass der Lärmaktionsplan nun in die Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung eintritt. Der aktuelle Entwurf ist ein Kompromiss, in den die verschiedenen Sichtweisen der Behörden eingeflossen sind. Wir setzen nun vor allem auf die Rückmeldungen und Stellungnahmen von Bürger*innen und Verbänden, um den Plan fortzuentwickeln. Bis zum 29. September haben sie die Möglichkeit, wertvolle Impulse zu geben. Dabei geht es vor allem auch um den Straßenlärm. Mehr Tempo 30 macht nicht nur den Verkehr sicherer, sondern sorgt auch für mehr Ruhe – und darauf haben die Menschen, die an zu lauten Straßen wohnen, ein Recht.“


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