Dazu Ulrike Sparr, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion:
„Mit dem neuen Luftreinhalteplan haben wir eine Wende erreicht: Gesundheitsschutz wird jetzt nicht mehr durch die Windschutzscheibe gemacht. Mit mehr Elektrofahrzeugen, emissionsfreien Bussen, dem Ausbau des Radverkehrs, Tempo 40 und Durchfahrtsverboten für alte Diesel an zwei sehr stark belasteten Straßenabschnitten wird es uns gelingen, bis 2020 die Grenzwerte einzuhalten. Hinzu kommt, dass wir jetzt auch die starken Luftbelastungen reduzieren werden, die vom Hafen ausgehen. Dazu machen wir unter anderem die Hadag-Schiffe sauberer, bringen mehr Landstrom an die Schiffe und elektrifizieren die Hafenbahn. Der Luftreinhalteplan hat somit insgesamt einen mutigen und konsequenten Mix, ist aber auch mit dem notwendigen Augenmaß gestaltet worden.“
Dazu Christiane Blömeke, stellvertretende Vorsitzende und gesundheitspolitische Sprecherin:
„Senator Kerstan handelt konsequent und legt mit dem Luftreinhalteplan ein ganzes Maßnahmenbündel vor, das sorgsam abgewogen ist. Hier geht es um den Gesundheitsschutz aller Hamburgerinnen und Hamburger. Insbesondere Kinder haben ein hohes Risiko durch Luftschadstoffe zu erkranken. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, daran etwas zu ändern. Alle hier aufwachsenden Kinder haben ein Recht auf saubere Luft – egal wo sie wohnen. Wer es mit dem Schutz insbesondere von Kindern ernst meint, der echauffiert sich nicht wie die CDU über zwei lokale Durchfahrtsverbote für krankmachende Dieselautos.“
Hintergrund:
- 2014 lag die Belastung mit Stickstoffdioxid an 40,8 Kilometern über dem EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft (Jahresmittelwert). Es waren damit etwa 41.500 Menschen betroffen. Nach den von der Umweltbehörde vorgestellten Berechnungen sinkt die Zahl bis zum Jahr 2020 auf dann nur noch gut 1.300 Personen an Straßenabschnitten von 1,8 Kilometern Länge.
- Für jeden Abschnitt mit Grenzwertüberschreitung wurde genau berechnet und abgewogen, mit welchen Maßnahmen die Grenzwerte einzuhalten sind. Der Luftreinhalteplan beinhaltet zehn in der ganzen Stadt wirksame Maßnahmenpakete. Darüber hinaus werden gezielt lokale Maßnahmen wie der Einsatz emissionsarmer Busse, Verkehrsverstetigungen und Durchfahrtsbeschränkungen ergriffen.
- Auf zwei Abschnitten von wenigen hundert Metern wird es künftig eine Durchfahrtsbeschränkung für bestimmte Fahrzeuge geben: An der Max-Brauer-Allee für Diesel-Fahrzeuge (LKW und PKW), die nicht die Abgasnorm Euro 6b erfüllen, und für LKW in der Stresemannstraße. Hier gibt es für den Durchfahrtverkehr leistungsfähige Alternativrouten. Der Anliegerverkehr ist davon nicht betroffen.


Neuste Artikel
Haushalt
Haushalt 2027/2028 – Hamburg hält Kurs mit Investitionen und Konsolidierung
Der Senat hat heute den Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 vorgestellt. Mit Rekordinvestitionen, der Sicherung zentraler Leistungsversprechen und einer soliden Finanzpolitik setzt Hamburg dabei auf Zukunftsfähigkeit, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, rückläufiger Einnahmeerwartungen und steigender gesetzlicher Ausgaben hält die Stadt damit Kurs bei Investitionen und Konsolidierung. Dazu Dennis Paustian-Döscher, haushaltspolitischer Sprecher der…
Migration
Starke Stimmen für Integration – Rot-Grün will Landesintegrationsbeirat gesetzlich verankern
Menschen mit Migrationsgeschichte sollen auch künftig eine starke und verlässliche Stimme in Hamburgs Politik haben. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen die Arbeit des Landesintegrationsbeirats daher erstmals auf eine gesetzliche Grundlage stellen. Ziel des rot-grünen Antrags ist es, die Beteiligung von Menschen mit Migrationsgeschichte dauerhaft zu stärken und die bewährte Arbeit des Beirats langfristig…
Bergedorf
Neuer Standort am Holzhafenufer – Rot-Grün unterstützt Neubau der Mundhalle in Bergedorf
Da der bisherige Standort Ende 2026 aufgegeben werden muss, ist ein Neubau der Bergedorfer Mundhalle am Holzhafenufer in Moorfleet nötig. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen unterstützen dessen Finanzierung mit 270.000 Euro aus dem Sanierungsfonds 2030, dazu kommen 400.000 Euro aus dem Investiven Quartiersfonds. In Kombination mit Eigenmitteln der Genossenschaft Mundhalle eG ist die Finanzierung…
Ähnliche Artikel
Umwelt
Hamburger Revierförstereien modernisieren – Rot-Grün stärkt Schutz und Pflege der Wälder
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen die Hamburger Revierförstereien schrittweise modernisieren und damit die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten sowie den Schutz der Hamburger Wälder verbessern. Hintergrund ist ein aktuelles Gutachten, das an sämtlichen Standorten erhebliche Sanierungsbedarfe festgestellt hat. Betroffen sind unter anderem Feuchtigkeitsschäden, veraltete technische Ausstattung sowie denkmalgeschützte Gebäude mit besonderem Sanierungsaufwand. Über den…
Umwelt
Naturschutz stärken – Rot-Grün bringt Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung in Hamburg auf den Weg
Die EU-Wiederherstellungsverordnung legt erstmals verbindliche Ziele zur Renaturierung geschädigter Ökosysteme fest und schafft damit einen klaren Rahmen für mehr Naturschutz auch in Hamburg. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen bringen in einem gemeinsamen Antrag die Umsetzung der Verordnung in Hamburg auf den Weg. Ziel sind unter anderem besser geschützte Gewässer, kühlere Stadträume bei Hitze und…
Umwelt
Biologische Vielfalt sichern – Rot-Grün will Hamburgs Biotopverbund stärken
Zusammenhängende Biotope sind entscheidend für die biologische Vielfalt in Hamburg. Sie bieten Tieren Raum für Nahrung, Wanderbewegung und Fortpflanzung. Doch durch dichte Bebauung und Infrastruktur sind viele Biotope in Hamburg voneinander abgeschnitten. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich daher mit einem gemeinsamen Antrag dafür ein, das städtische Biotopnetz zu analysieren und bestehende Lücken…