Das Dialoghaus in der Speicherstadt ist um eine Dauerausstellung reicher: Neben „Dialog im Dunkeln“ (Blindheit) und „Dialog im Stillen“ (Gehörlosigkeit) wurde heute das neue Projekt zum Thema Alter „Dialog mit der Zeit“ eröffnet. Auf Initiative der rot-grünen Regierungsfraktionen wurde die dafür nötige Erweiterung des Dialoghauses sowie dessen Modernisierung aus Mitteln des Sanierungsfonds mit 530.000 Euro unterstützt.
Dazu Anjes Tjarks, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Es ist ein besonderes Erlebnis, die interaktiven Ausstellungen im Dialoghaus zu besuchen. Sie erweitern den persönlichen Horizont und führen einen buchstäblich durch andere Welten. Nun kommt mit ‚Dialog mit der Zeit‘ ein Thema hinzu, mit dem wir uns alle irgendwann zwangsläufig auseinandersetzen müssen: Das Älterwerden. Diese Ausstellung ermöglicht es den Besucherinnen und Besuchern, in ihr eigenes Selbst der Zukunft zu schlüpfen. Dieser Perspektivwechsel trägt nicht nur zu einem größeren Bewusstsein für das eigene Leben im Alter bei, er sorgt auch für ein besseres Verständnis für die Belange und Perspektiven unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Die Ausstellungen im Dialoghaus fördern in jeder Hinsicht das Miteinander und bereichern dadurch unsere Gesellschaft. Auch deshalb war es uns ein großes Anliegen, diese neue Dauerausstellung finanziell zu unterstützen.“
Dazu Christiane Blömeke, Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion für Senioren und Seniorinnen: „Die Ausstellung ‚Dialog mit der Zeit‘ kann und soll Generationen verbinden und einen regen Austausch schaffen. Denn neben einem großen Erfahrungsschatz, neben Wissen und Gelassenheit, bedeutet älter werden oft auch, dass das Leben beschwerlicher wird, dass neue Herausforderungen gemeistert werden müssen. Besonders für junge Menschen ist es oft schwierig, sich das Leben im Alter vorzustellen. Im ‚Dialog mit der Zeit‘ wird das Altern, das Verrinnen der Zeit für alle erlebbar gemacht. Dabei gibt es viele Facetten des Älterwerdens zu entdecken. So wird zwar vieles beschwerlicher, doch die Lebenszufriedenheit kann im Alter wachsen. Wenn der Wissensschatz der Älteren vermittelbar wird, ohne dass ein lehrmeisterlicher Zeigefinger im Spiel ist, profitieren alle Generationen. Dazu leistet diese Ausstellung einen wertvollen Beitrag.“


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