In der kommenden Bürgerschaftssitzung werden SPD und GRÜNE eine Initiative einbringen, die private Barkassen- und Fährbetriebe sowie Schlepper dazu ermutigen soll, klimafreundlichere Lösungen für ihre Schiffe zu finden. Die Palette der Möglichkeiten ist breit und reicht von Umrüstungen über den Einsatz von alternativen Kraftstoffen bis zu umweltfreundlichen Antriebstechnologien. Innerhalb der Luftgütepartnerschaft sollen Betriebe im Hafen zu neuen Technologien und Fördermöglichkeiten beraten und bei deren Umsetzung unterstützt werden.
Dazu Anjes Tjarks, Vorsitzender und hafenpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Der Hafen soll sauberer, grüner werden. Deshalb ist es wichtig, die Emissionen zu senken – egal, ob sie von Kreuzfahrtriesen oder Barkassen verursacht werden. Mit unserer Initiative wollen wir den Anstoß geben, dass sich alle, auch die privaten Innerhafenverkehre, für mehr saubere Luft im Hafen stark machen. Denn Fähren, Barkassen und Schlepper verursachen etwa 90 Prozent der Gesamtemissionen im Bereich der Innerhafenverkehre. Mit der Modernisierung der städtischen Flotte haben wir gezeigt, wie umweltfreundliche Umrüstung gehen kann. Inzwischen ist die Hamburg Port Authority Expertin auf diesem Gebiet und kann viele wertvolle Tipps geben. Klimafreundlichere Lösungen müssen nicht immer viel kosten. Schon mit der Umstellung auf alternative Kraftstoffe, wie GTL (gas to liquid), ist viel getan: Sie kann Stickoxid-Emissionen um zehn Prozent reduzieren und halbiert den Ausstoß von Rußpartikeln. Dafür sind keinerlei Umrüstungen am Motor nötig. Nur wenn alle ihren Beitrag leisten, können wir die Emissionen im Hafen wirksam senken. Und nur so erreichen wir unser Ziel: Einen Hafen mitten in der Großstadt, der für Menschen und für Umwelt verträglich ist.“
Dazu Joachim Seeler, hafenpolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Unser Antrag setzt eine Reihe von Initiativen fort, mit denen wir den Hamburger Hafen zum Vorreiter auch für Nachhaltigkeit und saubere Luft machen. Wir wollen gemeinsam mit allen beteiligten Hafenbetrieben Wege finden, wie durch technische Nachrüstungen und Umstellungen die Schadstoffemissionen im Hafen spürbar reduziert werden können. Damit tragen wir, zum Beispiel auch mit Förderprogrammen des Bundes, zum technologischen Fortschritt und zu mehr Innovation im Hafen bei.“


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