Laut einer Anfrage der Grünen Bürgerschaftsabgeordneten Christiane Blömeke bleibt das wahre Ausmaß von Tierschutzverstößen beim Heimtierhandel im Dunkeln. Insbesondere beim Verkauf über Onlineportale sind die Kontrollen stark erschwert. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion rät dringend davon ab, Tierkäufe übers Internet abzuwickeln.
Dazu Christiane Blömeke, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „„Es ist erschreckend, dass es offenbar beim Handel mit Heimtieren besonders schwierig ist, die Einhaltung des Tierschutzes zu kontrollieren. Qualvolle Haltungsbedingungen und Tiertransporte sind nicht nur in der Lebensmittelindustrie ein Thema. Auch wenn Tiere zum Liebhaben oder als Statussymbole gezüchtet und gehandelt werden, besteht eine große Gefahr, dass die Tiere leiden. Wem das Wohlergehen seines zukünftigen Tieres am Herzen liegt, sollte Online-Portale beim Kauf unbedingt meiden. Hier sind die Kontrollmöglichkeiten so stark erschwert, dass skrupellose Händlernetzwerke leichtes Spiel haben. Die Staatsanwaltschaft Hamburg meldet eine vierstellige Anzahl von Verfahren rund um gesetzeswidrigen Tierhandel seit 2014. Die Dunkelziffer der Verstöße dürfte aufgrund der erschwerten Kontrollen im Online-Bereich aber noch um ein Vielfaches höher sein. Statt Spontankäufen sollte sich jede und jeder ausreichend über das Tier und seine Bedürfnisse, aber auch über die Verkäufer und Aufzuchtbedingungen informieren. Den Verkauf und insbesondere Versand von Tieren über Online-Portale lehnen wir als Grüne entschieden ab. Wir setzen uns auf Bundesebene dafür ein, dass diese Praxis unterbunden wird.“


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