Der Gesundheitsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft kommt am 5. Februar 2021 auf Initiative der rot-grünen Regierungsfraktionen zu einer Sondersitzung zusammen, um zur Zukunft des Wilhelmsburger Krankenhauses Groß-Sand zu beraten. Dabei soll auch das katholische Erzbistum seine Pläne zur Zukunft des Krankenhauses darstellen. Auch die Initiative „Krankenhaus Groß-Sand bleibt!“ soll angehört werden. Die Sitzung wird um 15 Uhr per Livestream auf der Website der Hamburgischen Bürgerschaft übertragen.
Dazu Linus Jünemann, Obmann der Grünen Bürgerschaftsfraktion im Gesundheitsausschuss: „Der Erhalt einer stationären Grundversorgung in Wilhelmsburg hat für uns weiterhin höchste Priorität. Die Veräußerungspläne des Erzbistums haben wir dabei genau im Blick. In einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses soll das Erzbistum die Gelegenheit erhalten, seine Pläne vorzustellen. Auch die lokale Initiative soll zu Wort kommen. Es braucht einen klaren Zukunftsplan für den Standort Groß-Sand. Die politische Unterstützung seitens der rot-grünen Koalition gibt es dafür. Nun muss, gerade für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort, Transparenz über diese Pläne hergestellt werden. Dazu wird die Sondersitzung per Live-Stream übertragen.“
Dazu Claudia Loss, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Wir haben immer betont, wie wichtig es ist, direkt mit dem Erzbistum über seine Pläne für das Krankenhaus Groß-Sand zu sprechen. Bis heute ist unklar, wie es um den Standort wirklich bestellt ist. In der von uns beantragten Sondersitzung des Gesundheitsausschusses wollen wir auf Antworten hinsichtlich der Zukunft des einzigen Wilhelmsburger Krankenhauses drängen und auch die Initiative ‚Krankenhaus Groß-Sand bleibt!‘ in die Beratung einbeziehen. Wilhelmsburg sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort haben mehr als genug von der seit Monaten andauernden Hängepartie. Ich hoffe sehr, dass das Erzbistum seine Verantwortung in dieser Frage erkennt und dann auch wahrnimmt.“


Neuste Artikel
Tourismus
Flusskreuzfahrten in Hamburg ermöglichen: Rot-Grün prüft neue Anleger für Qualitätstourismus
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen die Potenziale von Flusskreuzfahrten für den Hamburger Qualitätstourismus stärker nutzen. Dafür sollen geeignete innenstadtnahe Standorte für neue Anleger geprüft werden. Ziel des rot-grünen Antrags ist es, Hamburg gezielt als attraktiven Start-, Ziel- und Zwischenhafen für Flusskreuzfahrten weiter zu etablieren und zusätzliche Impulse für die Belebung der Innenstadt zu…
Energiepolitik
Energiewende im Quartier stärken – Rot-Grün bringt lokale Energiegemeinschaften in Hamburg voran
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen lokale Energiegemeinschaften in Hamburg gezielt stärken und die Energiewende stärker in die Quartiere bringen. So sollen Förderprogramme der Hamburgischen Investitions- und Förderbank künftig auch für nachbarschaftliche Stromprojekte genutzt werden können, bei denen mehrere Haushalte oder Unternehmen gemeinsam erneuerbare Energie erzeugen und vor Ort nutzen (siehe Anlage). Zudem soll…
Gesundheit
Eröffnung der psychiatrischen Schwerpunktambulanz in der Repsoldstraße – Görg: „Obdachlose Menschen mit psychischen Erkrankungen erhalten hier endlich gezielt Unterstützung“
Am 1. April eröffnet die psychiatrische Schwerpunktambulanz in der Repsoldstraße 27. Damit schafft Hamburg ein wichtiges Angebot für psychisch erkrankte, suchtkranke und obdachlose Menschen, die bislang kaum Zugang zu psychiatrischer Versorgung hatten. Im September 2025 wurden in der Repsoldstraße 27 bereits 30 Übergangsplätze für Menschen, die von Sucht und Wohnungslosigkeit betroffen sind, eingerichtet. Die Schwerpunktambulanz…
Ähnliche Artikel
Gesundheitsförderung
Haushaltsantrag Gesundheit – Zukunftsstadt Hamburg – Gesundheit und Pflege auf hohem Niveau und für alle zugänglich
Die Gesundheit der Hamburger*innen zu schützen und den Zugang zu exzellenter medizinischer Versorgung im Krankheitsfall durch hohe Investitionen in die Krankenhäuser und die Erprobung neuer Versorgungsformen abzusichern, sind wichtige Ziele der rot-grünen Regierungskoalition. Mit dem Haushaltsantrag werden darüber hinaus Akzente bei der Pflege und der Verstärkung der Gesundheitsförderung durch Information und Bildung gesetzt (siehe Anlage)….
Gesundheitsförderung
„Long Covid“: Gute Versorgung braucht rechtlichen Rahmen und anhaltende Solidarität
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich mit einem gemeinsamen Antrag dafür ein, eine gute Versorgung von „Long Covid“-Patientinnen und Patienten sicherzustellen. So soll der Senat sich im Bundesrat dafür einsetzen, dass „Long Covid“ als Berufskrankheit anerkannt wird. Auch die Einrichtung von interdisziplinären Post-Covid-Ambulanzen soll von der Stadt unterstützt werden. Der Antrag wird im…
Gesundheit
Haushaltsberatungen zum Einzelplan Gesundheit: Auf allen Ebenen besser vorsorgen und versorgen
Die Bürgerschaft debattiert heute den Einzelplan 4 der Behörde für Gesundheit. Die Krankenhausinvestitionen erreichen in den Jahren 2021 und 2022 mit mehr als 135 Millionen Euro jährlich einen neuen Höchststand. Der Öffentliche Gesundheitsdienst wird personell verstärkt. Zudem wird in die Prävention von Infektionskrankheiten wie HIV/AIDS investiert, Hilfen für Suchtkranke werden ausgebaut, Familien im ersten Jahr nach der Geburt eines Kindes noch besser unterstützt und die Schwangerschaftskonfliktberatung gestärkt. Dazu Gudrun Schittek, gesundheitspolitische Sprecherin der…