Soziales

Kostenübernahme für Verhütungsmittel Engels: „Sexuelle Selbstbestimmung ermöglichen“

Auf eine Initiative der Regierungsfraktionen können Personen, die soziale Leistungen beziehen, Kosten für Verhütungsmittel von der Stadt Hamburg übernehmen lassen. Eine Schriftliche Kleine Anfrage der grünen Bürgerschaftsabgeordneten Mareike Engels ergab: Insgesamt 463 Personen haben diese Möglichkeit seit Start des Angebots im September 2018 in Anspruch genommen, knapp 72.000 Euro wurden bewilligt. Die Träger Pro Familia, das Familienplanungszentrum sowie Sozial- und Gesundheitsbehörde informieren über das Angebot.

Dazu Mareike Engels, sozial- und frauenpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Hamburg zeigt an dieser Stelle ganz konkret, dass wir sexuelle Selbstbestimmung ernst nehmen und Armut aktiv lindern. Es ist erfreulich, dass immer mehr Frauen diese Leistung in Anspruch nehmen, um ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden. Viele Frauen haben langfristig wirkende Verhütungsmittel wie die Spirale gewählt, die sie sich vermutlich vorher nicht leisten konnten. Es wurde deutlich, dass das Angebot sowohl von Menschen im SGB II-Bezug, aber auch in allen anderen anspruchsberechtigten Gruppen wie asylsuchenden Frauen oder BaföG-berechtigten Studentinnen gut angenommen wird. Jetzt gilt es, das Angebot noch bekannter zu machen und genau zu beobachten, wie sich die Zahlen entwickeln. Fest steht: Unser Beitrag zur Unterstützung von Frauen mit geringem Einkommen ist jetzt schon ein Erfolg.“

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