Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen die Hamburger Stadtwirtschaft effizienter organisieren und Doppelstrukturen reduzieren. Dafür sollen Leistungen wie Einkauf und Vergabe, Personalservices, IT-Services, Rechnungswesen sowie Facility- und Fuhrparkservices künftig stärker nach dem Shared-Service-Prinzip gebündelt, standardisiert und digitalisiert werden. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Stadtwirtschaft insgesamt zu stärken und Kosten zu verringern. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 25. März.
Dazu Selina Storm, Sprecherin für öffentliche Unternehmen der Grünen Fraktion Hamburg: „Wir tragen als Regierungskoalition eine besondere Verantwortung für einen nachhaltigen und generationengerechten Umgang mit städtischem Geld. Die Menschen in Hamburg erwarten zu Recht, dass ihre Steuern zielgerichtet und wirtschaftlich eingesetzt werden. Mit dem Shared-Service-Prinzip wollen wir künftig für noch mehr Effizienz bei der Hamburger Stadtwirtschaft sorgen, indem gleichartige Aufgaben stärker gebündelt werden. Wenn IT, Beschaffung oder Reisekostenstellen gemeinsam und digital organisiert werden, spart das finanzielle Mittel, die an anderer Stelle gebraucht werden. Deshalb prüfen wir im Rahmen der Stadtwirtschaftsstrategie systematisch, an welchen Stellen dieses Prinzip sinnvoll eingesetzt werden kann und erproben es in Pilotprojekten. Auf diese Weise modernisieren wir unsere Verwaltung schrittweise sowie transparent und stellen die öffentlichen Unternehmen in Hamburg zukunftsfest auf.“
Dazu Clarissa Herbst, Sprecherin für öffentliche Unternehmen der SPD-Fraktion Hamburg: „Hamburgs öffentliche Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen: steigende Kosten, hoher Investitionsbedarf, Fachkräftemangel und wachsende Anforderungen an Digitalisierung und IT-Sicherheit. Umso wichtiger ist es, vorhandene Ressourcen klug zu nutzen. Das Shared-Service-Prinzip kann dazu beitragen, Prozesse zu bündeln, Doppelstrukturen abzubauen und die Leistungsfähigkeit der Stadtwirtschaft insgesamt zu stärken. Gerade in Bereichen wie Einkauf und Vergabe, Personalservices, IT-Services, Rechnungswesen oder Facility- und Fuhrparkservices bestehen erhebliche Potenziale für eine stärkere Zusammenarbeit im Konzern Hamburg. Unser Ziel ist eine modernere und effizienter organisierte Verwaltung. Dabei ist für uns klar: Die Anpassung muss unter Wahrung der Mitbestimmungsrechte erfolgen, sozialpartnerschaftlich und rechtssicher sein sowie gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten sichern.“


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