Mithilfe digitaler urbaner Zwillinge lassen sich komplexe Stadtentwicklungsprojekte simulieren, planen und steuern. Hamburg hat mit dem Projekt Connected Urban Twins in den letzten Jahren wichtige Grundlagen für die digitale Stadtentwicklung geschaffen. In einem gemeinsamen Antrag setzen sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen nun dafür ein, digitale urbane Zwillinge und das Beteiligungssystem DIPAS dauerhaft in der Verwaltung zu verankern und in den Bezirken stärker zu nutzen. Dafür sollen die digitalen Werkzeuge in allen Hamburger Bezirksämtern vorgestellt und konkrete Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt werden. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 16. September.
Dazu Lisa Kern, bezirkspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Ob neue Spielplätze, sichere Radwege oder die Pflege von Grünflächen – die meisten Entscheidungen, die den Alltag der Menschen unmittelbar betreffen, werden in den Bezirken getroffen. Digitale Urbane Zwillinge bieten vielfältige Möglichkeiten, um die Arbeit in den Bezirksämtern zu unterstützen. Sie zeigen beispielsweise unterschiedliche Planungsvarianten auf und ermöglichen eine frühzeitige Analyse möglicher Auswirkungen. Instrumente wie DIPAS erleichtern zudem die Beteiligung von Bürger*innen an der Planung von Stadtentwicklungsprojekten. Mit unserem Antrag stellen wir sicher, dass den Bezirksämtern diese hilfreichen digitalen Werkzeuge vorgestellt werden, damit sie in die bestehenden Arbeitsabläufe integriert werden können. Auch notwendige Schulungen der Mitarbeiter*innen können so frühzeitig eingeplant werden. Durch den Einsatz von digitalen Zwillingen in den Bezirken unterstützen wir die Verwaltung und erleichtern es Bürger*innen, Entscheidungen zu verstehen und bei Planungen im eigenen Stadtteil mitzuwirken.“
Dazu Anja Quast, bezirkspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Digitale Zwillinge können komplexe Planungen verständlicher machen und politische Entscheidungen auf eine bessere Datengrundlage stellen. Entscheidend ist jetzt, dass diese Instrumente nicht nur zentral entwickelt, sondern auch in den Bezirken praktisch nutzbar werden. Gerade dort werden viele Entscheidungen getroffen, die den Alltag der Menschen unmittelbar betreffen. Deshalb wollen wir die bestehenden Werkzeuge in allen Bezirksversammlungen vorstellen, konkrete Einsatzmöglichkeiten aufzeigen und klären, welche Schulungen und Voraussetzungen für eine dauerhafte Nutzung notwendig sind. So stärken wir eine moderne Verwaltung, transparente Entscheidungen und eine zeitgemäße Beteiligung vor Ort.“
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.


Neuste Artikel
Gesundheit
Aktuelle Stunde zu psychischer Gesundheit – Görg: „Wir dürfen die Menschen mit ihrer Erkrankung nicht allein lassen“
Die Zahl der psychisch erkrankten Menschen in Deutschland nimmt seit Jahren zu. In Hamburg zeigt sich insbesondere bei Depressionen ein deutlicher Anstieg, wie eine neue Studie der Barmer-Krankenkasse zeigt. Anlässlich der laufenden Aktionswoche der seelischen Gesundheit macht die Grüne Fraktion in der Bürgerschaft deutlich, wie die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen verbessert werden kann,…
Fraktionsvorstand
Aktuelle Stunde – Gwosdz: „Wir arbeiten gemeinsam an einer guten Lösung für Hamburg“
Die Hamburgische Bürgerschaft debattiert in ihrer heutigen Sitzung über ein mögliches Naturkundemuseum. Die Grüne Fraktion hat bereits Anfang der Woche klargemacht, dass sie sich für die Umsetzung des Staatsvertrags und eine gute Lösung für Hamburg einsetzt. Dass die CDU-Fraktion keine eigenen Inhalte für ihre eigene Debatte anmeldet, sagt viel über den programmatischen Zustand der Hamburger…
Fraktionsvorstand
Feierstunde zum Jubiläum – Imhof: „80 Jahre Bürgerschaft sind ein Auftrag, die Demokratie zu schützen“
Heute feiert die Hamburgische Bürgerschaft ihr 80-jähriges Bestehen. Für die Grüne Fraktion ist dieses Jubiläum Anlass, die erfolgreiche Geschichte des Parlamentarismus in Hamburg zu würdigen. Zugleich geht von den Feierlichkeiten auch der klare Auftrag aus: Die Demokratie und ihre Institutionen sind keine Selbstverständlichkeit und müssen aktiv geschützt werden. Dazu Sina Imhof, Vorsitzende der Grünen Fraktion…
Ähnliche Artikel
Bezirke
Starke Bezirke, moderne Verwaltung – Rot-Grün stößt umfassenden Beteiligungsprozess für Reform der Bezirksverwaltung an
Hamburgs Bezirksämter sind für viele Menschen der erste Kontakt mit der Verwaltung und zugleich ein zentraler Ort kommunalpolitischer Gestaltung. Nachdem der Senat ein Eckpunktepapier für eine Bezirksreform vorlegt hat, stoßen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen nun einen umfassenden Beteiligungsprozess an und formulieren gleichzeitig die eigenen Vorstellungen für die Reform. Ziel ist eine moderne, leistungsfähige…
Bezirke
Weniger Bürokratie – Rot-Grün will Straßenfeste einfacher und sicherer ermöglichen
Straßen- und Nachbarschaftsfeste bringen Menschen zusammen und prägen das Leben in unseren Quartieren. Für ehrenamtliche Veranstalter bedeuten aufwendige Genehmigungsverfahren und gestiegene Anforderungen an die Veranstaltungssicherheit jedoch einen zunehmenden organisatorischen und finanziellen Aufwand. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen deshalb die Verfahren vereinfachen und insbesondere kleinere, nicht-kommerzielle Veranstaltungen bei notwendigen Sicherheitsmaßnahmen besser unterstützen (siehe Anlage)….
Bezirke
Familien spürbar entlasten – Elterngeld einfacher beantragen und schneller auszahlen
Der Antrag auf Elterngeld ist komplex und die Antragsdauer stellt viele Eltern vor große Herausforderungen. Um junge Familien in Hamburg zu entlasten, setzen sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen mit einem gemeinsamen Antrag dafür ein, die Auszahlung des Elterngeldes in Hamburg zu beschleunigen. Online-Formulare sollen verständlicher gestaltet, Schnittstellen zwischen den Behörden verbessert werden und…