In der heutigen Bürgerschaftssitzung werden die Planungen für die Einrichtung eines koordinierenden Zentrums für die psychosoziale Beratung und psychotherapeutische Behandlung von Menschen mit Kriegs- und Fluchterfahrung vorgestellt. Die Einrichtung des neuen „Traumazentrums“ erfolgt auf Antrag der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen (Dr 21/3816). Der Regelbetrieb wird ab April 2020 aufgenommen.
Dazu Christiane Blömeke, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Endlich ist das Ziel erreicht, in Hamburg ein koordinierendes Zentrum für die Versorgung von Menschen mit traumatischen Kriegs- und Fluchterfahrungen zu schaffen. Die Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie wird mit dem Verein SEGEMI (Seelische Gesundheit Migration und Flucht e.V.) kooperieren und in einem Netzwerk mit allen bereits aktiven Trägern und Anlaufstellen dafür sorgen, dass traumatisierte Menschen in Hamburg die richtige Hilfe finden. Ein zentraler Baustein ist dabei die Sprachmittlung. Denn für die Traumabehandlung ist es sehr wichtig, dass das Erlebte mit den eigenen Worten ausgedrückt und verstanden werden kann. Auch für die professionell Helfenden muss in der Traumabehandlung gut gesorgt werden. Mit Supervision und Qualifizierung ist das `Traumazentrum‘ auch eine wichtige Anlaufstelle für all diejenigen, die durch professionelle Beratung und therapeutische Arbeit dazu beitragen, dass Menschen nach schweren Kriegs- oder Fluchterfahrungen in Hamburg einen sicheren Hafen finden.“


Neuste Artikel
Kultur
Kleines hoftheater erhalten: Rot-Grün will neue Spielstätte in Mümmelmannsberg unterstützen
Das kleine hoftheater ist seit 1985 ein fester Bestandteil der Hamburger Theaterlandschaft. Nachdem das Theater seine bisherige Spielstätte verlassen musste, soll mit Unterstützung der Stadt ein neuer Standort in Mümmelmannsberg entstehen. Mit einem gemeinsamen Antrag wollen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen dafür bis zu 190.500 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2030 bereitstellen. Geplant ist,…
Verbraucher*innenschutz
Untergeschobene Verträge in Telefonshops – Schittek: „Verbraucher*innen müssen vor dreisten Kostenfallen geschützt werden.“
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 712 Beschwerden über untergeschobene Telekommunikationsverträge erfasst. Gut 30 Prozent dieser Fälle betrafen den stationären Vertrieb, darunter Telefonshops und Verkaufsstände in Kaufhäusern. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der Grünen Abgeordneten Gudrun Schittek hervor. Besonders häufig betroffen sind demnach ältere Menschen…
Bezirke
Haus der Jugend Öjendorf: Rot-Grün sichert Sanierung und Wiedereröffnung
Das Haus der Jugend Öjendorf soll umfassend saniert und wieder zu einem zeitgemäßen Ort für Kinder und Jugendliche in Billstedt werden. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen dafür bis zu 116.400 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2030 bereitstellen. Der Bezirk Hamburg-Mitte beteiligt sich in gleicher Höhe an der Finanzierung. Vorgesehen sind unter anderem Arbeiten…
Ähnliche Artikel
Gesundheit
Aktuelle Stunde zu psychischer Gesundheit – Görg: „Wir dürfen die Menschen mit ihrer Erkrankung nicht allein lassen“
Die Zahl der psychisch erkrankten Menschen in Deutschland nimmt seit Jahren zu. In Hamburg zeigt sich insbesondere bei Depressionen ein deutlicher Anstieg, wie eine neue Studie der Barmer-Krankenkasse zeigt. Anlässlich der laufenden Aktionswoche der seelischen Gesundheit macht die Grüne Fraktion in der Bürgerschaft deutlich, wie die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen verbessert werden kann,…
Gesundheit
Bericht zu Lokalen Gesundheitszentren – Görg: „Langfristige Förderung stärkt die Gesundheitsversorgung in unserer Stadt“
Lokale Gesundheitszentren (LGZ) sind für die Gesundheitsversorgung in Hamburg von hoher Bedeutung – das zeigt eine heute vom Hamburger Senat veröffentlichte Evaluation. Besonders positiv bewertet werden die niedrigschwellige Beratung, die Lotsenfunktion und die Verknüpfung von Gesundheits- und Sozialangeboten. Die Grüne Fraktion befürwortet vor diesem Hintergrund ausdrücklich, dass die Förderung der sechs Gesundheitszentren bis Ende 2030…
Frauengesundheit
Ambulante Versorgung gerechter verteilen – Rot-Grün will Bedarfsplanung stärker an den Stadtteilen ausrichten
Obwohl Hamburg in der ärztlichen Bedarfsplanung insgesamt als überversorgt gilt, sind die Praxen ungleich über die Stadt verteilt. SPD und Grüne wollen die ambulante Versorgung deshalb gerechter gestalten . Der Senat soll gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg auf eine stärkere Nutzung bestehender Steuerungsmöglichkeiten hinwirken und sich auf Bundesebene für eine kleinräumigere Bedarfsplanung einsetzen. Ziel ist…