In den Jahren 2021/22 steht in Hamburg die Novellierung des Hamburgischen Gesetzes über die Ausbildung in der Gesundheits- und Pflegeassistenz (GPA) an. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen mit einem gemeinsamen Antrag darauf hinwirken, dass die Hamburger GPA-Ausbildung ihr hohes Niveau beibehält und langfristig auf eine bundesweite Vereinheitlichung der Qualifikationen für die Pflegeassistenz hingearbeitet wird (siehe Anlage).
Dazu Linus Jünemann, Sprecher für Pflege und Gesundheitsförderung der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Es kann nicht sein, dass die Pflegeassistenzqualifikation in jedem Bundesland etwas Anderes bedeutet. Wir haben eine generalistische Pflegeausbildung und brauchen daher eine entsprechende gemeinsame Assistenzqualifikation. Um auch Menschen ohne oder mit im Ausland erworbenen Schulabschlüssen den Einstieg in die GPA-Ausbildung zu ermöglichen und gleichzeitig die Quote erfolgreicher Abschlüsse zu steigern, soll der Zugang zur Ausbildung auch mittels eines Kompetenzfeststellungsverfahrens möglich sein. Das hohe Niveau der Hamburger Ausbildung ist auch der Tatsache geschuldet, dass diese zwei Jahre beträgt und die Option bietet, einen weiterführenden Schulabschluss parallel zur Ausbildung erlangen zu können. Dies schafft auch die Möglichkeit einer anschließenden, verkürzten Fachausbildung. Dieses Hamburger Erfolgsmodell muss beibehalten und langfristig auf die Bundesebene übertragen werden!“
Dazu Claudia Loss, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Pflegeassistenzkräfte leisten einen wichtigen Beitrag zu Entlastung der Pflegefachkräfte. Gleichzeitig ist die Ausbildung zur Gesundheits- und Pflegeassistenz ein niedrigschwelliger Zugang zur Weiterbildung als Pflegefachkraft. Damit leistet sie einen bedeutenden Beitrag für mehr dringend benötigte Fachkräfte in der Pflege. Daher ist es uns besonders wichtig, dass bei den Bemühungen zur Vereinheitlichung der Ausbildung von Pflegeassistenzkräften Qualifizierungsperspektiven und Weiterbildungsoptionen für die Beschäftigten erhalten bleiben. Nur so kann vermieden werden, dass eine berufliche Sackgasse für die Beschäftigten entsteht. Es ist gut, dass wir mit dem aktuellen Antrag einen weiteren Baustein setzen, um die Qualifizierung der Assistenzkräfte zu stärken und dem Fachkräftemangel im Pflegebereich zu begegnen. Qualifizierung ist und bleibt der Schlüssel für Qualität und gute Arbeitsbedingungen in der Pflege. Deshalb kann das Hamburger Modell bundesweit Vorbild sein.“


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