Die Beantragung von BAföG-Leistungen soll einfacher werden: Mit einem gemeinsamen Antrag setzen sich die Fraktionen von SPD und Grünen dafür ein, dass BAföG-Anträge und ihre Bearbeitung durch das Studierendenwerk Hamburg in eine niedrigschwellige, digitale Struktur überführt werden. Bisher ist eine Online-Beantragung mit hohen Hürden verbunden und beispielsweise nur mit einem elektronischen Personalausweis möglich. Die Drucksache wird morgen in der Hamburgischen Bürgerschaft beraten.
Dazu Miriam Block, wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Für viele junge Menschen sind die bisherigen bürokratischen Hürden und die geringe Förderquote bei der BAföG-Beantragung abschreckend. Mit unserem Antrag wollen wir die digitale Antragsstellung vereinfachen und damit den Weg zu dieser Studienfinanzierung erleichtern. Damit schaffen wir bessere Bedingungen für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Dabei liegen uns im digitalen Bereich höchste Datenschutzstandards bei der Datenverarbeitung am Herzen.“
Dazu Astrid Hennies, Mitglied im Wissenschaftsausschuss und Abgeordnete der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Für Studierende ist es existenziell, dass sie schnell und unkompliziert ihr BAföG erhalten. Mit einem komplett digitalisierten Antragsverfahren kann das BAföG-Amt künftig schneller über Anträge entscheiden. Seit Mai 2021 steht Studierenden in Hamburg dafür der neue digitale Antragsassistent ‚BAföG digital‘ zur Verfügung. Bis 2022 beteiligt sich der Bund an der Finanzierung dieses Angebots. Unser Ziel ist es, den Antragsassistenten ab 2023 fest im Regelangebot des Studierendenwerks zu verankern. Damit Studierenden ihr BAföG künftig schneller ausgezahlt werden kann, ist auch entscheidend, dass die Anträge vom BAföG-Amt komplett medienbruchfrei bearbeitet werden können. Die erforderlichen Strukturen werden wir in den kommenden Jahren weiter auf- und ausbauen. Vor allem die Einführung einer digitalen e-Akte ist hier eine wichtige Voraussetzung. Dabei setzen wir auf datenschutzsichere Lösungen auf allen Ebenen. Gleichzeitig wird es auch in Zukunft weiterhin möglich sein, das BAföG in analoger Form zu beantragen. Damit vermeiden wir Benachteiligungen von Studierenden, die nicht jederzeit ein technisches Endgerät zur Hand haben.“


Neuste Artikel
Klimaschutz
Klima-Schätzbilanz 2025 – Alam: „Bilanz ist für uns Ansporn – ambitionierter Klimaschutz bleibt eine gemeinsame Aufgabe“
Heute hat der Hamburger Senat die CO₂-Schätzbilanz für das Jahr 2025 veröffentlicht. Diese erstmalige Bilanz zeigt, dass die klimaschädlichen Emissionen im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent angestiegen sind. Insgesamt kam Hamburg 2025 auf rund zwölf Millionen Tonnen CO₂-Emissionen. Die jährlichen Schätzbilanzen sind ein Ergebnis des erfolgreichen Zukunftsentscheids im vergangenen Herbst. Sie…
Klima Klimaschutz
Erste CO₂-Schätzbilanz für Hamburg 2025 – Domm: „Die ganze Stadt muss noch entschlossener handeln“
Laut der vorgelegten Schätzbilanz für Hamburgs CO2-Emissionen im Jahr 2025 sind die Emissionen aus dem Endenergieverbrauch in Hamburg im Vergleich zum Vorjahr 2024 um etwa 2,6 Prozent gestiegen. Der Anstieg geht insbesondere auf einen gestiegenen Verbrauch von Erdgas, Fernwärme und Strom zurück, der unter anderem durch den kälteren Winter bedingt war. Die vorgelegte Schätzbilanz ist…
Religion
Neue Beauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus – Gwosdz: „Bei Anna von Villiez liegt dieses wichtige Amt in guten Händen“
Anna von Villiez wird neue Beauftragte für jüdisches Leben und die Bekämpfung und Prävention von Antisemitismus in Hamburg. Die Historikerin wird in ihrer neuen Rolle daran mitwirken, Antisemitismus frühzeitig zu erkennen und sichtbar zu machen, Präventionsarbeit weiter auszubauen und die Vielfalt jüdischen Lebens in Hamburg zu stärken. Zudem wird sie die Weiterentwicklung der Landesstrategie gegen…
Ähnliche Artikel
Hochschule
Mehr Geld für das Studierendenwerk – Koriath: „In Zeiten steigender Preise genau das richtige Signal!“
2025 wird der Zuschuss der Stadt Hamburg für das Studierendenwerk im Vergleich zum laufenden Jahr um 76 Prozent angehoben. Der Gesamtbetrag der staatlichen Subventionierung steigt somit auf 2,8 Millionen Euro, was einer Verdopplung des Budgets seit Beginn der gemeinsamen rot-grünen Regierungsarbeit 2015 entspricht. Ziel dieser Erhöhung ist es, die Finanzierung des Studierendenwerks in Zeiten hoher…
Hochschule
Jazz-Hall Hamburg – Vernetzung zwischen Wissenschaft und Freier Szene
Auf dem Campus der Hochschule für Musik und Theater (HfMT) ist mit der Jazz-Hall ein Präsentations- und Konzertraum zur Stärkung der Jazzausbildung und Verbindung zwischen Hochschule und Freier Szene in Hamburg entstanden. Mit einem gemeinsamen Antrag (siehe Anlage) setzen sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen für eine Verstetigung des qualitativ hochwertigen Konzertbetriebs ein. Der…
Hochschule
Fleischfreie Mittagspause: Vegetarisch-vegane Mensa eröffnet an der Uni Hamburg
Mit Beginn des Sommersemesters 2022 eröffnet an der Universität Hamburg die erste komplett vegetarisch-vegane Mensa. Auf dem Campus Von-Melle-Park können Studierende zukünftig im „Blattwerk“ fleischfrei und klimafreundlich ihre Mittagspausen und auch andere Mahlzeiten genießen, das bereits bestehende vegetarisch-vegane Angebot des Studierendenwerks wird so umfassend ergänzt. In der Mensa sollen möglichst regionale, saisonale und zugleich umweltschonende…