Die Behörde für Wirtschaft und Innovation hat heute bekanntgegeben, dass sie aufgrund der stark angewachsenen Baggergutmengen aus der Elbe plant, das Flusssediment vor der Insel Scharhön unweit des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer abzulagern. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion toleriert die Entscheidung und spricht sich dafür aus, Scharhörn temporär begrenzt für die Ablage geringer Mengen geringfügig belasteten Materials zu nutzen. Sie fordert jedoch eine fundierte Diskussion über eine nachhaltige Zukunft des Elbästuars, also des von der Nordsee geprägten Elbteils, und eine intensive Abstimmung mit den Nachbarländern.
Dazu Miriam Putz, hafenpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die heute veröffentlichte Lösung, Sedimente in der Hamburgischen Außenelbe nahe der Insel Scharhörn abzulagern, hat einen bitteren Beigeschmack. Sie ist Folge der unausgereiften Planung der Elbvertiefung und Ergebnis von Versäumnissen aus der Vergangenheit, bei denen die natürliche Funktionsweise der Elbe nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Um in weiten Teilen des Hafens ausreichende Wassertiefen für die Schifffahrt sicherzustellen, ist die temporäre Verbringung bei Scharhörn aber notwendig. Auch die bisherigen Lösungen zur Ablagerung brachten schließlich weitreichende Probleme mit sich. Die jetzige Lösung, geringfügig belastetes Material unter konsequentem Monitoring an der Landesgrenze zu Niedersachsen und unweit des Wattenmeeres zu verbringen, ist angesichts der Alternativen zwar umweltfachlich vertretbar, aber politisch problematisch und mit Sicherheit keine Dauerlösung. Eine klare und enge Abstimmung mit den Nachbarländern ist hierbei unbedingt erforderlich. Für die Zukunft arbeiten wir mit aller Kraft an einer dauerhaften, fundierten, ökologischen und länderübergreifenden Lösung für die Schlickproblematik sowie den Naturraum Elbe.“


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