Inklusion

Für besondere Barrierefreiheit – Rot-Grün investiert 700.000 Euro in öffentliche Toiletten   

Öffentliche Toiletten können bisher kaum von Menschen mit mehrfachen und schweren Behinderungen genutzt werden. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich daher für die Einrichtung von inklusiven Toiletten – sogenannten „Toiletten für alle“ – in den Bezirken ein. Das Vorhaben soll mit 700.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2030 unterstützt werden (siehe Anlage). Über den rot-grünen Antrag stimmt die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 29. März ab.

Dazu Mareike Engels, inklusionspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Alle Bürger*innen müssen in unserer Stadt die Möglichkeit haben, am gesellschaftlichen und öffentlichen Leben teilzunehmen. Für Menschen mit Behinderung ist das allerdings oft schon deswegen schwierig, weil sie unterwegs keine geeigneten Toiletten finden. Auch die standardisierten Behinderten-WCs sind für sie unzureichend ausgestattet, falls zum Beispiel eine Querschnittslähmung vorliegt. Die ‚Toiletten für alle‘ sollen es nun mit speziellen Liegen und Hebevorrichtungen ermöglichen, dass explizit alle Menschen im Alltag sorgenfreier in der Stadt unterwegs sein können. Derzeit sind in einigen Hamburger Bezirken bereits solche Toiletten an publikumsintensiven Orten in Planung. Damit es noch mehr werden, wollten wir die bezirklichen Vorhaben gezielt mit einer effektiven Geldsumme unterstützen. Mehr öffentlich zugängliche ‚Toiletten für alle‘ machen das Leben von vielen Menschen leichter und sind ein sinnvoller Beitrag auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft.“

Dazu Regina Jäck, Sprecherin für Menschen mit Behinderung der SPD-Fraktion Hamburg: „Hamburg ist eine Stadt für alle Menschen. Es ist uns daher ein besonderes Anliegen, sensibel auf die unterschiedlichen Bedarfe unserer vielfältigen Stadtgesellschaft einzugehen. Dazu gehört auch, dass Menschen mit Behinderung an verschiedenen Standorten in der Stadt öffentliche Toiletten nutzen können. Derzeit fehlen in herkömmlichen WCs aber Liegen und spezielle Hebevorrichtungen, die beispielsweise Menschen mit einer Querschnittslähmung einen hygienischen Toilettenbesuch ermöglichen. Dem begegnen wir, indem wir die Bezirke mit 700.000 Euro darin unterstützen, sogenannte ‚Toiletten für alle‘ einzurichten. Die ‚Toiletten für alle‘ schaffen auch für Menschen mit schweren Behinderungen Anlaufstellen an publikumsintensiven Orten und erleichtern ihnen so die Teilnahme am öffentlichen Leben. Wir bauen damit den barrierefreien Zugang zum städtischen Leben für alle Menschen weiter aus.“

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