Wissenschaft

Reformierte Psychotherapie-Ausbildung an der Uni: Einführung ist Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit

Die Universität Hamburg und die Wissenschaftsbehörde haben sich darauf verständigt, den reformierten Psychologie-Studiengang zum Wintersemester 2020/21 einzuführen. Damit wird in Hamburg die Grundlage dafür geschaffen, die Psychotherapeuten-Ausbildung für die jetzt startenden Studierenden weniger kosten- und zeitintensiv über die Bühne laufen zu lassen. Anstatt einer langen und kostenintensiven Ausbildung im Anschluss an ein Masterstudium wird nun ein Direktstudium Psychotherapie eingerichtet.

Dazu Miriam Block, wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Wissenschaftsbehörde und die Universität Hamburg ziehen an einem Strang und kitten mit ihrer jetzigen Einigung die Finanzierungsabsage des Bundes zur Umsetzung des reformierten Psychologie-Studiengangs. Es wurde mit Hochdruck nach einer Lösung gesucht und nun gefunden. Ich bin dankbar für das große Engagement und die Gesprächsbereitschaft aller Akteur*innen. Ohne ihren Einsatz würde es in Hamburg keine Psychotherapie-Ausbildung ohne Studiengebühren geben. Aber genau das können wir nun anbieten. Statt kostenintensiver Ausbildung nach Studienabschluss gibt es ein Psychotherapie-Studium mit Approbation und Option auf anschließende Weiterbildung. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit geleistet – auch mit Blick darauf, dass ein solcher Psychotherapie-Studiengang in Hamburg nicht nur an privaten Hochschulen angeboten wird. Damit ist perspektivisch Schluss mit der prekären Lage von angehenden Psychotherapeut*innen.“

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