Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich für zügige Fortschritte bei der Realisierung einer neuen Stadtteilklinik in Wilhelmsburg ein und treiben eine pragmatische Klärung der Standortfrage voran. Die Fraktionen ersuchen den Senat, ergänzend zum bisherigen Fokus auf Groß-Sand auch alternative Flächen im Stadtteil zu prüfen, um die medizinische Versorgung bedarfsgerecht und zügig auszubauen. Über den rot-grünen Antrag stimmt die Hamburgische Bürgerschaft am 9. April ab.
Dazu Linus Görg, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion Hamburg: „Wir brauchen dringend eine neue, dauerhafte Lösung, um die medizinische Versorgung in Wilhelmsburg sicherzustellen. Nach der Schließung des Krankenhauses Groß-Sand muss der Aufbau einer Stadtteilklink jetzt mit Nachdruck vorangetrieben werden. Derzeit verzögert vor allem die noch ausstehende Klärung der Standortfrage notwendige Fortschritte. Deshalb nehmen wir nun auch alternative Standorte in Wilhelmsburg in den Blick. Gleichzeitig kommt es darauf an, gemeinsam mit den Partner*innen der Selbstverwaltung die ambulante Versorgung in der Übergangszeit zu sichern und auszubauen. So sorgen wir dafür, dass die Menschen vor Ort auch weiterhin gut versorgt werden. Dabei ist entscheidend, dass der Betrieb des Medizinischen Versorgungszentrums am Standort Groß-Sand lückenlos weiterläuft und zukunftsorientiert weiterentwickelt wird. Bei allen Prozessen müssen die Gremien in Hamburg-Mitte und Wilhelmsburg eng eingebunden und fortlaufend informiert werden. Transparenz und Mitwirkung sind die Grundlage für einen erfolgreichen Übergang zu einer neuen Stadtteilklinik.“
Dazu Claudia Loss, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Wilhelmsburg braucht dauerhaft eine starke und verlässliche Gesundheitsversorgung. Da es weiterhin keine Einigung zwischen dem Erzbistum und der Stadt gibt, müssen jetzt schnellstmöglich auch andere Optionen in Wilhelmsburg geprüft werden. Wir haben frühzeitig deutlich gemacht, dass wir mit einer Stadtteilklinik ein innovatives und zukunftsfähiges Versorgungskonzept für Wilhelmsburg schaffen wollen, das ambulante und stationäre Angebote sinnvoll verzahnt und bestehende Strukturen wie das MVZ stärkt. Die zügige Klärung der Standortfrage ist entscheidend, um die Realisierung der Stadtteilklinik verlässlich voranzubringen. Gleichzeitig fordern wir das Erzbistum auf, den Sozialplan zügig zum Abschluss zu bringen, um zumindest den Beschäftigten Planungssicherheit zu geben. Klar ist auch, dass die heutige Situation maßgeblich auf das Erzbistum Hamburg zurückzuführen ist, das über Jahre kein tragfähiges Konzept für Groß-Sand vorgelegt hat. Für uns ist klar: Wir lassen die Menschen im Stadtteil nicht allein und treiben gemeinsam mit dem Senat die nächsten Schritte voran.“


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