Während der Werkstatt Stadtentwicklung haben wir erste Zwischenergebnisse der Koordinationsgruppe vorgestellt und entlang der drei Cluster in Arbeitsgruppen zentrale Fragen mit euch diskutiert, um Euren Input für die nächste Arbeitsphase einzusammeln.
Zunächst haben Anjes Tjarks (Senator für Verkehr und Mobilitätswende), Sonja Lattwesen (Sprecherin für Stadtentwicklung der grünen Bürgerschaftsfraktion) und Leon Alam (stellvertretender Landesvorsitzender) die drei Cluster vorgestellt. Die vorgeschlagenen Ziele der Cluster lassen sich wie folgt zusammenfassen:
1. Hamburg vor meiner Haustür (Entwicklung Stadtteilzentren und öffentlicher Räume)
- Ein gutes Leben für alle in Hamburg bedeutet, Lebensqualität direkt vor Ort vorzufinden, statt für jede Besorgung, Freizeitaktivität oder zur Naherholung lange Wege auf sich nehmen zu müssen. Dafür braucht es lebendige, grüne Stadtteile, in denen sich die Menschen wohlfühlen und in denen alle relevanten Angebote für die Befriedigung vielfältiger Bedürfnisse innerhalb einer Viertelstunde erreichbar sind: Die 15-Minuten-Stadt.
- Unser Ziel: Wir realisieren die 15-Minuten-Stadt und sorgen dafür, dass die Menschen überall in Hamburg in lebenswerten Vierteln leben, die sich durch multifunktionale, lebendige und gut erreichbare Stadtteilzentren sowie attraktive und grüne öffentliche Räume im gesamten Stadtteil auszeichnen.
2. Hamburg für mich erreichbar (Mobilitätswende)
- Für ein gutes Leben für alle in Hamburg braucht es vielfältige umweltfreundliche Verkehrsangebote, mit denen die Menschen von überall in Hamburg schnell ihr Ziel erreichen. Gleichzeitig soll der Verkehr den Menschen vor ihrer Haustür und in ihrem Lebensraum möglichst wenig im Weg stehen.
- Unser Ziel: In Hamburg ist niemand mehr auf ein eigenes Auto angewiesen. Dafür wird die Fahrradstadt Hamburg konsequent ausgebaut und der öffentliche Nahverkehr in drei Dimensionen maßgeblich verbessert. Wir wollen die Bahn erheblich ausbauen – und zwar durch eine Takt- und Komfortverdichtung auf den Bestandsstrecken und durch den konkreten Neubau von Strecken. Der Ausbau des Bahnnetzes wird durch leistungsfähige Expressbusverbindungen, die vorzugsweise tangentiale Verbindungen fahren sollen ergänzt. Dieses wird digital verzahnt und durch ein Ride-Pooling System, das die Menschen flexibel von Punkt zu Punkt bringt ergänzt und somit maßgeblich die Mobilität in der äußeren Stadt stärkt. Hamburg wird eine Modellstadt für einen klimaneutralen, leistungsfähigen, modernen und flexiblen ÖPNV. Dieser ist das Rückgrat einer leistungsfähigen Mobilität in der äußeren Stadt.
3. Hamburg für mich bezahlbar (Nachhaltiger und bezahlbarer Wohnungsbau)
- Ein gutes Leben für alle in Hamburg bedeutet, dass alle Menschen sich die Stadt leisten können müssen. Im Zentrum der bezahlbaren Stadt steht die Frage nach günstigem Wohnraum. Gleichzeitig bedeutet ein gutes Leben für alle auch, qualitativ hochwertigen Wohnraum in lebenswerten und grünen Stadtteilen zu schaffen.
- Unser Ziel: Wir setzen beim Bau auf bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum, sodass Hamburg auch als wachsende Stadt bezahlbar und ihr grüner Charakter erhalten bleibt. Dafür treiben wir den Magistralenausbau massiv voran und verbinden Wohnungsbau mit der Mobilitätswende sowie der Aufwertung von Stadtteilzentren und öffentlichen Räumen. Wir werden unsere Wohnungs(bau)Politik weiterentwickeln und künftig mindestens zur Hälfte preisgedämpften Wohnraum schaffen.
In den drei Arbeitsgruppen der Cluster haben wir vor allem diese Fragen mit Euch diskutiert:
- Was macht einen guten öffentlichen Raum aus? Was brauchst du in deinem Quartier, damit du es nicht (oft) verlassen musst?
- Wie können wir die äußere Stadt besser anbinden?
- Was macht eine gut gestaltete Magistrale aus? Wie setzen wir die Magistralenentwicklung um?
Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen findet ihr hier:



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