Im Rahmen der dreitägigen Beratungen zum Doppelhaushalt 2021/2022 verabschiedet die Bürgerschaft heute auch den Haushalt für die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz. Die Stärkung des Rechtsstaates und der Schutz von Verbraucher*innen bleiben für die Grüne Bürgerschaftsfraktion ein zentraler Schwerpunkt. Die rot-grüne Koalition stellt sicher, dass die Hamburger Justiz weiterhin bedarfsgerecht und personell angemessen ausgestattet ist, und stärkt den Verbraucher*innenschutz durch bessere Information junger Menschen sowie eine auskömmliche Finanzierung der Verbraucherzentrale Hamburg.
Dazu Lena Zagst, justizpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Für das Vertrauen in den freiheitlichen Rechtsstaat zu allen Zeiten ist eine gut ausgestattete Justiz unerlässlich. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass die hamburgische Justiz und der Justizvollzug auch unvorhergesehenen Herausforderungen gewachsen sind. Das ist auch dem erfolgreichen Kurs der Justizpolitik der vergangenen Jahre zu verdanken, an den wir in dieser Legislatur anknüpfen. Seit 2015 hat die Hamburger Justiz einen enormen Stellenaufwuchs erfahren. Um diese Erfolge zu sichern, setzen wir uns dafür ein, dass der ‚Pakt für den Rechtsstaat‘ fortgesetzt und weiterentwickelt wird.
Mit 28 neuen Stellen für die Staatsanwaltschaft und Gerichte für die Bearbeitung der Encrochat-Verfahren stellen wir außerdem sicher, dass die hamburgische Justiz auch aktuellen Herausforderungen gewachsen bleibt. Damit unterstützen wir auch einen wichtigen Schritt bei der Bekämpfung von kriminellen Strukturen im Bereich der Drogenschwerstkriminalität.
Wir wollen die Hamburgische Justiz auch in Zukunft auf exzellentem Niveau halten und die Chancen der Digitalisierung nutzen. Dafür setzen wir früh an: Für die Jurist*innenausbildung stellen wir Haushaltsmittel bereit, damit das Projekt ‚Staatsexamen 2.0‘ mit elektronischen Klausuren bald Realität werden kann. Das Projekt ‚Schule mit Recht‘ bringt Schüler*innen den Rechtsstaat künftig mittels digitaler Angebote von überall aus näher.
Schließlich leistet auch die Justiz ihren Beitrag zum Klimaschutz, indem die neuen Räumlichkeiten der Staatsanwaltschaft im Michaelis-Quartier CO2-neutral und energieeffizient gestaltet werden.“
Dazu Lisa Kern, verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Durch Online-Handel und Mobilfunkverträge gehen junge Menschen heute immer früher rechtlich bindende Vertragsverhältnisse ein. Aufklärung über Rechte und Pflichten von Verbraucher*innen muss sich daher verstärkt an junge Menschen wenden. Wir haben dafür eine Aufklärungskampagne für Schüler*innen gestartet, die Schulabgänger*innen aufklärt und für das Thema Verbraucher*innenschutz sensibilisiert.
Die Verbraucherzentrale Hamburg leistet seit Jahren hervorragende Arbeit. Die sich wandelnden Beratungsansprüche, beispielsweise bei Fragen zu erneuerbaren Energien oder zu Vertragsabschlüssen im Internet, machen eine stark aufgestellte Verbraucherzentrale nötig. Daher schreiben wir die hohen institutionellen Zuwendungen an die Verbraucherzentrale fort.
Auch im Bereich des Arbeitsschutzes nehmen wir unsere Verantwortung ernst und intensivieren diesen, beispielsweise durch Initiativen zum Abbau psychischer Belastungen am Arbeitsplatz.“


Neuste Artikel
Mobilitätswende
Auf zwei Rädern durch die Stadt: Hamburg baut kontinuierlich sichere Radwege aus
Der Ausbau der Radwege schreitet weiter voran: In diesem Jahr wurden in Hamburg bereits 8,1 Kilometer neue Radverkehrsanlagen gebaut. Dies geht aus einer Schriftlichen Kleinen Anfrage (SKA) der Grünen Bürgerschaftsabgeordneten Rosa Domm und der SPD-Abgeordneten Ole Thorben Buschhüter und Michael Weinreich hervor. Bis Ende des Jahres sind 45,1 weitere Kilometer an Radwegen geplant, darunter die…
Justiz
Sexuelle Selbstbestimmung – Zagst: Bundesrat sendet starkes Signal für besseren Schutz vor sexualisierter und patriarchaler Gewalt
Der Bundesrat hat heute den Bundesratsinitiativen für ein konsensbasiertes Sexualstrafrecht nach dem Grundsatz „Nur Ja heißt Ja“ sowie für die stärkere Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Motive bei Tötungsdelikten zugestimmt. Die Grüne Fraktion Hamburg begrüßt diese Entscheidungen außerordentlich und sieht darin ein wichtiges Signal für einen besseren Schutz vor sexualisierter und patriarchaler Gewalt. Dazu Lena Zagst, rechtspolitische Sprecherin der…
Fraktionsvorstand
Gutachten zum Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) – Domm: Ein erster Schritt für die anstehende Aufarbeitung
Aufgrund des Aktenvorlageersuchens der Hamburgischen Bürgerschaft aus der Sitzung am 1. Juli erhalten die Abgeordneten künftig Einblick in alle notwendigen Unterlagen zu den Planungen für das Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE). Nach Angaben der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft wurde gestern im Rahmen der Aufsichtsratssitzung der Stadtreinigung Hamburg ein Gutachten einer unabhängigen…
Ähnliche Artikel
Justiz
Sexuelle Selbstbestimmung – Zagst: Bundesrat sendet starkes Signal für besseren Schutz vor sexualisierter und patriarchaler Gewalt
Der Bundesrat hat heute den Bundesratsinitiativen für ein konsensbasiertes Sexualstrafrecht nach dem Grundsatz „Nur Ja heißt Ja“ sowie für die stärkere Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Motive bei Tötungsdelikten zugestimmt. Die Grüne Fraktion Hamburg begrüßt diese Entscheidungen außerordentlich und sieht darin ein wichtiges Signal für einen besseren Schutz vor sexualisierter und patriarchaler Gewalt. Dazu Lena Zagst, rechtspolitische Sprecherin der…
Haushalt
Haushalt 2027/2028 – Hamburg hält Kurs mit Investitionen und Konsolidierung
Der Senat hat heute den Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 vorgestellt. Mit Rekordinvestitionen, der Sicherung zentraler Leistungsversprechen und einer soliden Finanzpolitik setzt Hamburg dabei auf Zukunftsfähigkeit, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, rückläufiger Einnahmeerwartungen und steigender gesetzlicher Ausgaben hält die Stadt damit Kurs bei Investitionen und Konsolidierung. Dazu Dennis Paustian-Döscher, haushaltspolitischer Sprecher der…
Haushalt
Mobilitätszuschuss für Hamburgs Beschäftigte – Rot-Grün bringt vergünstigtes Deutschlandticket auf den Weg
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder und die Gewerkschaften haben sich auf einen neuen Tarifabschluss für die Beschäftigten der Länder geeinigt. Mit einem gemeinsamen Antrag bringen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen jetzt die Umsetzung der Tarifeinigung in Hamburg auf den Weg und führen einen Zuschuss zum Deutschlandticket für die Beschäftigten der Freien und Hansestadt ein. Über…