Alt werden heißt,  auf ein buntes Leben zurückblicken zu können, einen großen Erfahrungsschatz zu haben – aber auch, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Gesundheitliche Fragen prägen das Leben. Soziale Kontakte ergeben sich nicht mehr wie früher von alleine, wo die meisten Menschen im Beruf oder in der Familie täglich im Austausch mit anderen sind. Aktives Altern ist daher eine echte Aufgabe – für jeden einzelnen Menschen und für die Politik. Eine seniorengerechte Stadt kann nur mit dem Wissensschatz der älteren Menschen gelingen. Die Expertise der Senior*innen ist gefragt! Deshalb haben wir die Seniorenmitwirkung in politischen Entscheidungsprozessen gesetzlich festgeschrieben.

Der Wunsch der meisten älteren Menschen, so lange es geht in den eigenen vier Wänden zu wohnen, ist auch unser politisches Ziel. Mit dem präventiven Hausbesuch, der konkrete Hilfestellung bei allen Alltags- und Gesundheitsfragen leistet, gehen wir in Hamburg neue Wege, um alte Menschen auch in ihrem Zuhause besser zu erreichen. Daneben ist es für uns genauso wichtig, eine möglichst große Vielfalt an Wohnformen anzubieten, damit bei Bedarf die passende Betreuung gefunden werden kann. Betreutes Wohnen, Wohngemeinschaften oder ambulante Wohn- und Pflegegemeinschaften sind für viele Menschen gute Alternativen, wenn das Leben im bisherigen Zuhause zu beschwerlich oder zu einsam wird. Daneben brauchen wir auch weiterhin gute stationäre Pflegeheime, die sich zunehmend in den Stadtteil öffnen und sehr individuell auf die Bedürfnisse der Bewohner*innen eingehen.

Die ganzheitliche medizinische Versorgung älterer Menschen ist für uns ein wichtiges Anliegen. Hausärztliche Versorgung und falls notwendig Krankenhausbehandlungen müssen gerade bei alten Menschen wohnortnah gut ineinander greifen. Wir haben dafür gesorgt, dass in jedem Hamburger Bezirk ein altersmedizinisches Zentrum an einer Klinik entsteht, das eng mit den Hausärzt*innen vor Ort zusammenarbeitet.

Das Wohnumfeld hat entscheidende Bedeutung für die Chancen auf ein aktives Altern. Barrierefreiheit spielt eine entscheidende Rolle: in der eigenen Wohnung und im öffentlichen Raum, beim Einkaufen, beim Arzt- oder Kinobesuch. Daneben braucht es eine vitale Seniorenszene im Quartier, gut erreichbare Beratungs- und Entlastungsangebote und eine Stärkung der Nachbarschaftshilfe. Quartiere, die die Generationen einander näher bringen und den sozialen Zusammenhalt durch gute Nachbarschaft stärken, sind der Schlüssel zum aktiven Altern.